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  • Il Cinema Ritrovato 2026: A Busman’s Holiday

    Auch heu­er wie­der ste­hen mei­ne Nach­ge­dan­ken an das Il Cine­ma Ritro­va­to unter dem Ein­fluß eines gewis­sen Gefühls­mi­xes. Das Gefühl der Satt­heit nach der Film­völ­le­rei, dem fast kind­lich-täg­li­chen In-Sich-Hin­ein­stop­fen meh­re­rer Fil­me. Das der Melan­cho­lie auf die von Sero­to­nin ange­trie­be­ne Sehn­sucht nach neu­en und fern woh­nen­den Bekannt­schaf­ten, die man jetzt nicht mehr…

  • Il Cinema Ritrovato 2026: Notiz zu The Dislocation of Amber von Hussein Shariffe

    Text: Urs Kamber Um die Bil­der wie­der­zu­fin­den, muss­ten sie erst ver­schüt­tet wer­den. Auf einer Wüs­ten­in­sel ste­hen wei­ße Mau­er­res­te, die Rui­nen einer Stadt, wie ver­kalk­te Tropf­stein­ge­bil­de, und man möch­te all jene ande­ren Städ­ten dar­in wie­der­erken­nen, deren Bil­der der Zer­stö­rung um die Welt gin­gen und gehen. Noch nicht ganz dem Boden, aber…

  • Il Cinema Ritrovato 2026: Wabernde Stimmenspektakel

    Im Unter­schied zu ande­ren Film­fes­ti­vals zeigt Il Cine­ma Ritro­va­to als welt­weit größ­tes Archiv­film­fes­ti­val jedes Jahr nicht nur nahe­zu alle Facet­ten der Film­ge­schich­te in einer Woche. Son­dern es lässt auch in unter­schied­li­chen Gesprächs­for­ma­ten über sei­ne mate­ri­el­len und tech­ni­schen Bedin­gun­gen nach­den­ken. In einem Talk mit dem blu­mi­gen Titel »Ear­ly Cine­ma is a Pro­gram­me,…

  • Notiz zu Nightshift von Robina Rose

    Wäh­rend man sich aller­orts in Kane Par­sons’ Back­rooms gera­de­zu obses­siv den soge­nann­ten limi­nal spaces aus­setzt, in denen alles gleich aus­sieht, kann man im Zür­cher Xenix aktu­ell die Ver­schie­den­ar­tig­keit sol­che Orte erfah­ren. Inner­halb der Spann­brei­te der bei­den Auf­takt­fil­me John Wick von Chad Sta­hel­ski und David Leitch sowie Robi­na Roses Nights­hift ent­fal­te­te…

  • Notiz zu Meine Frau weint von Angela Schanelec

    Ange­la Scha­nelec filmt gegen die Spra­che an, viel­leicht schon immer. Ihr Kino fin­det jen­seits der Wor­te statt. In ihrem jüngs­ten Film aber wird viel gespro­chen. Sie lässt ihre Figu­ren auch gegen jene Spra­che spre­chen, die nor­ma­ler­wei­se gespro­chen wird. Spra­che ist nicht nur, was wie gesagt wird, Spra­che ist Stim­me, Volu­men,…

  • Schreibworkshop von Jugend ohne Film auf der Duisburger Filmwoche 2026

    Die Duis­bur­ger Film­wo­che und Jugend ohne Film laden zum vier­ten Mal sie­ben Teilnehmer:innen zu einem Work­shop ein, in dem das Schrei­ben über Doku­men­tar­film im Fokus steht. Bevor wir auf der Film­wo­che (2. bis 8. Novem­ber 2026) zusam­men­kom­men, um Fil­me zu sehen, zu dis­ku­tie­ren und in beson­de­ren Tref­fen mit Gäs­ten in Aus­tausch zu tre­ten, wer­den wir…

  • Disharmonien

    Text: Teo­man Yüzer Eigent­lich woll­te ich die­sen Film nicht noch ein­mal sehen. Erst im ver­gan­ge­nen Sep­tem­ber spiel­te das Frank­fur­ter Film­mu­se­um Werck­meis­ter har­mó­niák von Béla Tarr. Hät­te ich kei­nen zwei­ten Blick ins Klein­ge­druck­te gewor­fen, wäre mir ein Detail ent­gan­gen, das wie die Ant­wort auf eine Fra­ge wirkt, die ich mir damals nach…

  • Schilderungen aus Frankfurt: Spielberg am Nachmittag

    Im neu­es­ten Film des nun neun­und­sieb­zig­jäh­ri­gen Ste­ven Spiel­berg, geht die­ser, wie so oft im Gen­re des Alters­werks, sei­nen eige­nen Über­zeu­gun­gen noch­mal auf den Grund und ver­sucht sie im Licht der Aktua­li­tät zu durch­leuch­ten. Dass Dis­clo­sure Day aber­mals von Außer­ir­di­schen han­delt wie schon ‌E.T. the Extra-Ter­restri­al, Clo­se Encoun­ters of the Third Kind oder…

  • Im Rausch des Moments (cine amandi XI)

    Zwei Kör­per lösen sich im Jetzt auf. Zeit exis­tiert nur noch als Moment und die Lie­be brei­tet sich all­ge­gen­wär­tig aus. Nichts ist jetzt wich­ti­ger. Bis zum nächs­ten Schuss. Wenn der Rausch die Blut- und Ner­ven­bah­nen ver­las­sen hat, wohin mate­ria­li­sie­ren sich dann die Emp­fin­dun­gen? Viel­leicht blei­ben sie noch ein biss­chen, wer­den…

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