A Certain Kind of Tourist: Permanent Vacation von Jim Jarmusch

Permanent Vacation von Jim Jarmusch

Anfang der 80er Jahre, als die Rebellen früherer Tage sich in ihren kalifornischen Ranches von der Mühsal des kommerziellen Erfolgs erholten, betrat ein neuer Maverick des amerikanischen Kinos die Bühne, die mittlerweile alte Garde des New Hollywood abzulösen. Dieser junge Mann mit den markanten weißen Haaren war Jim Jarmusch, sein erster Film Permanent Vacation. Über die Bedeutung dieses Films und der folgenden Arbeiten für das unabhängige Filmschaffen in den USA ist zur Genüge geschrieben worden, mein Anliegen ist jedoch eine andere Traditionslinie im amerikanischen Filmschaffen aufzuzeichnen, die in Permanent Vacation eine Fortsetzung findet (und womöglich auch in Jarmuschs späteren Filmen – das müsste man sich genauer ansehen).

At Night The Nurses Left: Kiss Me Deadly von Robert Aldrich

Ein Kuss ist ein Schuss am Fenster ist ein Kuss in der Nacht ist eine Explosion. Dreht den Schlüssel im Auto, der Motor spielt Brahms. Jede Frau flirtet mit mir, sie stehen auf der Straße mit ihren Ausschnitten, jemand schneidet ein Bild aus, wir trinken und trinken und trinken. Ein Kuss war eine Erinnerung – „Remember Me“ – hat sie gesagt, hat sie geschrieben und einen Schlüssel geschluckt wie Maya Deren. Der Kuss ist hier des Todes, weil die Frau sagt: „Kiss me“ und dann schießt sie. Und dieser Tod ist nicht nur der Tod des Mannes, sondern auch der Tod der Welt, das Ende der Welt. Im brennenden Licht, im Meer. Begonnen hat der Film mit einem anderen Licht, einem Scheinwerfer, am Anfang war Licht, am Ende ist Licht. Schau hin, es gibt keine Zukunft, wir haben es dir den ganzen Film gesagt und du hast es nicht geglaubt.