Lie­be Mari­on Cotillard, 

ich habe dich gese­hen, aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob du mich auch gese­hen hast. 
«La vie en rose» von Oli­vi­er Dahan

«Incep­ti­on» von Chris­to­pher Nolan
Das ist eigent­lich nicht ganz kor­rekt, weil ich dich zunächst gehört habe. Natür­lich war es nicht dei­ne Stim­me, aber du hast eine ande­re Frau der­art glaub­haft ver­kör­pert, dass ich mir sicher war dich näher zu ken­nen. Dann habe ich begon­nen genau­er hin­zu­se­hen. Etwas ist mir sofort auf­ge­fal­len. Du zeigst dich nach außen hin oft här­ter, als du tat­säch­lich bist. All­ge­mein ver­suchst du immer zu täu­schen mit dei­nem ers­ten Ein­druck. Wenn du eigent­lich warm­her­zig bist, dann zeigst du mir die kal­te Schul­ter, wenn du eigent­lich etwas Schlim­mes im Schil­de führst, dann liebst du mich. Dei­ne Augen schei­nen ihre Far­be zu wech­seln. Ein­mal habe ich dich in einem frem­den Traum gestört und du hast mich in einer Art ange­se­hen, die Glas sprin­gen lässt. Man will dir dann sagen, dass alles nur ein Traum ist. Ich habe dei­nen Blick nie ver­ges­sen, auch nicht dein Lächeln. Den­noch behal­te ich von dir nie dein Lächeln bei mir. Son­dern immer dei­ne Trau­rig­keit, die sich dazwi­schen zeigt.
«Com­ment je me suis dis­pu­té… (ma vie sexu­el­le)» von Arnaud Desplechin

«Big Fish» von Tim Burton
Man kann es nicht ver­ges­sen, sobald man dich nur ein paar Bil­der lang als jun­ge Stu­den­tin sieht und selbst, wenn du viel­leicht manch­mal in sol­chen Momen­ten auf dein Äuße­res beschränkt wirst, schaffst du es dei­ne See­le durch­bli­cken zu las­sen. Egal, ob du wütend in einem Café bedienst oder eben nur die „fran­zö­si­sche“ Ehe­frau bist. Etwas scheint da durch, eine Natür­lich­keit, die dich strah­len lässt. Du bleibst ger­ne ver­füh­re­risch. Nur bei dir hat Ver­füh­ren etwas mit Beob­ach­ten zu tun. Wenn dir mäch­ti­ge Män­ner in ihrer selbst­be­wuss­ten Art erzäh­len, was sie so kön­nen, blickst du sie nur an. Oft schwingt etwas Abnei­gung, ja Sar­kas­mus mit. Dei­ne Lie­be offen­barst du erst später. 
«Les petits muchoirs» von Guil­laume Canet

«The Dark Knight Rises» von Chris­to­pher Nolan
Dei­ne Augen strah­len auch aus dem Bild­hin­ter­grund. Du wirkst unan­tast­bar, weil du dich per­fekt bewegst. Du strahlst Ele­ganz aus ohne dich dar­um zu bemü­hen. Manch­mal scheinst du selbst an dei­nen zwei Gesich­tern zu zwei­feln. Du liebst, aber willst frei sein. Du bist frei, aber fühlst dich ein­sam. Ich höre wie man dich dar­um bit­tet mit dir spre­chen zu dür­fen, aber ich sehe nur dei­ne Trä­nen. Hast du des­we­gen die­se zwei Gesich­ter? Die Rol­le und was sich dahin­ter verbirgt?
«Public Enemies» von Micha­el Mann

«De rouil­le et d’os» von Jac­ques Audiard
Es gefällt mir bes­ser dich in Euro­pa zu sehen als in Ame­ri­ka. Aber es ist mir egal, in wel­cher Zeit du dich bewegst. Du passt in die Jetzt­zeit genau­so wie in die 20er Jah­re. Du wirkst sowie­so nicht wie aus die­ser Zeit. Bei­na­he bin ich geneigt zu sagen, dass du zeit­los bist. Solan­ge es Frank­reich ist, ent­spricht es dei­ner Natür­lich­keit, dann erstreckt sich hin­ter dei­nen unru­hi­gen Augen eine gan­ze Land­schaft. Ich habe auch gese­hen wie du ver­zwei­felt nach Ame­ri­ka gekom­men bist. Und da habe ich auch gese­hen, dass du dar­an zer­brichst. Immer wenn du nach Ame­ri­ka kommst, suchst du eine Schul­ter, an die du dich klam­mern kannst, aber ich mag es so viel mehr, wenn du frei schwebst. Ich war­te auf dei­ne SMS, in der du mir sagst, dass du mit mir schla­fen willst. Denn selbst, wenn du einen schwe­ren Unfall hat­test, ver­kör­perst du Wür­de ohne Wür­de zu spielen.Du magst dich selbst nicht und du magst nicht, was du tust. Ich mag das. Bit­te ste­cke dich mit kei­nen bösen Viren an, bit­te star­te kei­ne Mas­sen­ver­nich­tungs­waf­fen, denn ich möch­te dich noch lan­ge hören und sehen.
«Mid­night in Paris» von Woo­dy Allen

«The Immi­grant» von James Gray