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„Eine ganze Welt öffnet sich diesem Erstaunen, dieser Bewunderung, Erkenntnis, Liebe und wird vom Blick aufgesogen.“ (Jean Epstein)

Blog:

  • Notizen zu Rocco e i suoi fratelli von Luchino Visconti

    Notizen zu Rocco e i suoi fratelli von Luchino Visconti

    Wenn die schöns­ten Men­schen die trau­rigs­ten Sze­nen spie­len, scheint es fast so, als hät­ten sie eine Seele. Dort wo das Opern­haf­te, aus allen melo­dra­ma­ti­schen Poren Schie­ßen­de für Geläch­ter im Publi­kum sorgt, droht das Kino bereits ver­lo­ren zu sein. Aber die­je­ni­gen, die von im künst­li­chen Licht glän­zen­den Trä­nen berührt wer­den, waren schon…

  • Listen 2025

    Listen 2025

    Außer­halb der Stadt gese­he­ne Füch­se: 1 In der Stadt gese­he­ne Füch­se: 2 Ange­leg­te Lis­ten: 3(Lis­te mit Gegen­stän­den ange­spül­ten Mülls an einer Mee­res­küs­te in der Kvar­ner Bucht, Lis­te mit Piz­ze­ri­en, die kein Bild von Sophia Loren an der Wand hän­gen haben, Lis­te ver­dräng­ter Gedanken) Tage, an denen ich nicht ein­schla­fen konn­te: 102 Tage, an…

  • Notiz zu The Philadelphia Story von George Cukor

    Notiz zu The Philadelphia Story von George Cukor

    Im Rah­men der herr­lich non­cha­lant und im Sin­ne ihrer Namens­ge­ber durch­aus anar­chis­tisch zusam­men­ge­stell­ten Mar­xis­mus-Rei­he, die tra­di­tio­nell zwi­schen den Jah­ren das Werk der Marx-Brot­hers auf die Lein­wand des Öster­rei­chi­schen Film­mu­se­ums bringt, wur­de im Dia­log mit Ani­mal Cra­ckers Geor­ge Cukors kano­ni­sche Screw­ball­ro­man­ze The Phil­adel­phia Sto­ry auf einer 35mm-Kopie gezeigt. 85 Jah­re nach…

  • Notiz zu Prekobrojna von Branko Bauer

    Notiz zu Prekobrojna von Branko Bauer

    1962 rea­li­sier­te Bran­ko Bau­er einen die­ser star­be­setz­ten Fil­me aus Jugo­sla­wi­en, die sich vor allem durch zwei Ele­men­te aus­zeich­nen: Zum einem zei­gen sie einen Arbeits­pro­zess (in die­sem Fall den Bau der Auto­put Bratstvo i jed­inst­vo durch Jugend­bri­ga­den), bei dem die Prot­ago­nis­ten zumin­dest zu Beginn alles dar­an legen, nicht zu arbei­ten. Zum ande­ren…

  • Das rechte Handeln zwischen Geld und Gefühl: At River’s Edge von Allan Dwan

    Das rechte Handeln zwischen Geld und Gefühl: At River’s Edge von Allan Dwan

    Wer noch nicht ver­stan­den hat, dass man sich die alten Fil­me aus Hol­ly­wood so anse­hen soll­te, als wären es die grie­chi­schen Klas­si­ker, die man liest, soll­te sich ein­mal Allan Dwans At River’s Edge anse­hen. In die­sem Film, der zugleich aty­pisch und typisch für sei­nen Regis­seur ist, gibt es eine Sequenz…

  • Godards Philosoph – Erinnerungen an Vivre sa vie und Brice Parain (1897−1971)

    Godards Philosoph – Erinnerungen an Vivre sa vie und Brice Parain (1897−1971)

    Text von Man­fred Bauschulte Vor­spann Nach dem Tod von Jean-Luc Godard (im Sep­tem­ber 2022) habe ich wie­der­holt das Inter­view gehört, das Lio­nel Bai­er von der ECAL (im April 2020) mit ihm in Rol­le geführt hat­te. Eine Epi­so­de, die er aus sei­ner Puber­tät erzähl­te, hat mich auf­hor­chen las­sen. Im hohen Alter…

  • Wippen in die Feiertage

    Wippen in die Feiertage

    Das Wochen­en­de vor Weih­nach­ten war nass. Nur ab und zu lüf­te­te sich die Regen­glo­cke und das stän­di­ge Spu­cken der Was­ser­schnü­re aus dem Him­mel hielt kurz inne. In den Momen­ten zwi­schen Schau­er und Son­nen­schein trock­ne­te die Wäsche nur lang­sam an. Die Krä­gen der T‑Shirts lie­ßen immer am längs­ten auf sich war­ten.…

  • Notiz zu The Scenic Route von Mark Rappaport

    Notiz zu The Scenic Route von Mark Rappaport

    Beglü­cken­der Film über die Schön­heit von Tape­ten­mus­tern, der einst vom Klei­nen Fern­seh­spiel des ZDF pro­du­ziert wur­de. Es gibt Stern- und Mohn­blu­men­mus­ter, spä­ter auch schlich­tes Rot und Oze­an­blau sowie einen Son­nen­un­ter­gangs­see und ein Berg­mo­tiv. Selbst das Kino wird zur Tape­te, wenn die Figu­ren mit dem Rücken zur Lein­wand sit­zen, auf der…

  • Lissabonner Kleinigkeiten: Driften im Dezember

    Lissabonner Kleinigkeiten: Driften im Dezember

    Mal eine klei­ne Aus­zeit von dem stän­di­gen Polit­ge­flüs­ter. Wie sieht’s denn mit den Men­schen da drau­ßen aus? Am Abend fah­re ich im 20er-Bus in Rich­tung Woh­nung. Die Abend­stun­de ist das Prä­ro­ga­tiv der Busfahrer*innen. Da wird das Radio ger­ne laut auf­ge­dreht. Unter ande­rem kann man dann eine Gesprächs­sen­dung oder die Dire…

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