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  • Lissabonner Kleinigkeiten: Heiße Luft

    Bren­nen­de Lun­gen, glü­hen­der Asphalt. Föh­nen­de Böen, Haar­trock­ner­ge­ruch, Schweiß­hemd. Im Café wer­den die Bier­glä­ser noch inten­si­ver als sonst im Eis­kas­ten vor­ge­kühlt, bis sie fast gefrie­ren. In die Kaf­fee­tas­sen plump­sen Eis­wür­fel oder der Kaf­fee wird anders­rum auf die­se gestürzt und mit hef­ti­ger Bewe­gung kalt gerührt. Ich nen­ne das Pseu­do-Frap­pé – ohne elek­tri­schen…

  • Käfige. Réalisme Animal im Musée Courbet

    Unlängst woll­te es der Zufall, dass es mich ins Musée Cour­bet in Orn­ans ver­schlug, wo seit weni­gen Tagen eine Son­der­aus­stel­lung mit dem Titel Réa­lis­me Ani­mal zu sehen war. Neben Tier­bil­dern von Cour­bet (die­ser gera­de von einer Schrot­ku­gel getrof­fe­ne, wie in der Luft ste­hen­de Fuchs, der die selt­sa­me Nähe von Bil­dern…

  • Worte über Bilder

    Text: Teo­man Yüzer »What the suc­ces­si­ve engra­vers /​have pro­du­ced over the cen­tu­ries, /​/​is to embed the figu­res into the rock, /​/​to accu­mu­la­te them /​upon the rock and embed them.«, meint Jean Lou­is Sche­fer über nord­por­tu­gie­si­sche Petro­gly­phen im Kol­lek­tiv­film Dan­ses maca­bres, sque­let­tes et aut­res fan­tai­sies von Rita Aze­ve­do Gomes, Pierre Léon und…

  • Il Cinema Ritrovato 2026: A Busman’s Holiday

    Auch heu­er wie­der ste­hen mei­ne Nach­ge­dan­ken an das Il Cine­ma Ritro­va­to unter dem Ein­fluß eines gewis­sen Gefühls­mi­xes. Das Gefühl der Satt­heit nach der Film­völ­le­rei, dem fast kind­lich-täg­li­chen In-Sich-Hin­ein­stop­fen meh­re­rer Fil­me. Das der Melan­cho­lie auf die von Sero­to­nin ange­trie­be­ne Sehn­sucht nach neu­en und fern woh­nen­den Bekannt­schaf­ten, die man jetzt nicht mehr…

  • Il Cinema Ritrovato 2026: Notiz zu The Dislocation of Amber von Hussein Shariffe

    Text: Urs Kamber Um die Bil­der wie­der­zu­fin­den, muss­ten sie erst ver­schüt­tet wer­den. Auf einer Wüs­ten­in­sel ste­hen wei­ße Mau­er­res­te, die Rui­nen einer Stadt, wie ver­kalk­te Tropf­stein­ge­bil­de, und man möch­te all jene ande­ren Städ­ten dar­in wie­der­erken­nen, deren Bil­der der Zer­stö­rung um die Welt gin­gen und gehen. Noch nicht ganz dem Boden, aber…

  • Il Cinema Ritrovato 2026: Wabernde Stimmenspektakel

    Im Unter­schied zu ande­ren Film­fes­ti­vals zeigt Il Cine­ma Ritro­va­to als welt­weit größ­tes Archiv­film­fes­ti­val jedes Jahr nicht nur nahe­zu alle Facet­ten der Film­ge­schich­te in einer Woche. Son­dern es lässt auch in unter­schied­li­chen Gesprächs­for­ma­ten über sei­ne mate­ri­el­len und tech­ni­schen Bedin­gun­gen nach­den­ken. In einem Talk mit dem blu­mi­gen Titel »Ear­ly Cine­ma is a Pro­gram­me,…

  • Notiz zu Nightshift von Robina Rose

    Wäh­rend man sich aller­orts in Kane Par­sons’ Back­rooms gera­de­zu obses­siv den soge­nann­ten limi­nal spaces aus­setzt, in denen alles gleich aus­sieht, kann man im Zür­cher Xenix aktu­ell die Ver­schie­den­ar­tig­keit sol­che Orte erfah­ren. Inner­halb der Spann­brei­te der bei­den Auf­takt­fil­me John Wick von Chad Sta­hel­ski und David Leitch sowie Robi­na Roses Nights­hift ent­fal­te­te…

  • Notiz zu Meine Frau weint von Angela Schanelec

    Ange­la Scha­nelec filmt gegen die Spra­che an, viel­leicht schon immer. Ihr Kino fin­det jen­seits der Wor­te statt. In ihrem jüngs­ten Film aber wird viel gespro­chen. Sie lässt ihre Figu­ren auch gegen jene Spra­che spre­chen, die nor­ma­ler­wei­se gespro­chen wird. Spra­che ist nicht nur, was wie gesagt wird, Spra­che ist Stim­me, Volu­men,…

  • Schreibworkshop von Jugend ohne Film auf der Duisburger Filmwoche 2026

    Die Duis­bur­ger Film­wo­che und Jugend ohne Film laden zum vier­ten Mal sie­ben Teilnehmer:innen zu einem Work­shop ein, in dem das Schrei­ben über Doku­men­tar­film im Fokus steht. Bevor wir auf der Film­wo­che (2. bis 8. Novem­ber 2026) zusam­men­kom­men, um Fil­me zu sehen, zu dis­ku­tie­ren und in beson­de­ren Tref­fen mit Gäs­ten in Aus­tausch zu tre­ten, wer­den wir…

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