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  • Vom Geschäft keine Ahnung, Sportsfreund

    Kaum jemand würde behaupten, einen Film könne man nur richtig sehen, wenn man ihn auch verstehe. Vielleicht graben sich die unverstandenen Teile eines Films tiefer ins Gedächtnis, als jene, die sich so mitteilen, als wären die Gesichter auf der Leinwand nur sprechende Hüllen ohne Geheimnisse. Für den Sport im Fernsehen…

  • Othon und Jean-Marie Straub

    von Jean-Claude Biette (in Cahiers du Cinéma, N°218, März 1970) Man weiß, wie in Straubs Filmen gesprochen wird, bildet ein wichtiges Element. So hat er es in Interviews erzählt – und man musste ihm glauben, weder der »Bachfilm«, wo sich der Kommentar großartig von Partituren unterscheidet, noch Nicht versöhnt, wo…

  • Taubenblicke X

    Farbklang: Das braune Stück Ingwer in der Schale auf dem Küchentisch, die violetten Glockenblumen auf dem Fensterbrett, das Grünwerden des Schnurbaums im Park, die roten Kappen der Schulkinder am Spielplatz, das schwarze Halsband eines Hundes neben den gelben Ottakringer-Bierdosen im Gras, die hellrosa Kinderjacke im Fenster des geschlossenen Kindergartens an…

  • Die Natur heiraten (cine amandi III)

    Nature, nature. I am your bride. Take me.… Will you marry me?—Orlando It’s a love story. It’s as timeless as the landscape that inspired it.—Wuthering Heights Trailer, Peter Kosminsky Windig, nebelig und matschig-düster, raue Weite. Eine Kulisse, die jegliche Hoffnung auf erfüllte Liebe in ihren kalten Schwaden verdampfen lässt. Der…

  • Vrooom, Vrooom: Furiosa: A Mad Max Saga von George Miller

    Rrrrrrr….Rrrrrrr….brrrrrrrrrru, vroooooom, vrooooooom, d d d d d d d d d d d d d d d d d, vrooooooom, chch chchc etc. Nachdem George Miller seine sich Spray ins Gesicht pfeffernden Freunde auf dem Weg nach Walhalla beinahe zehn Jahre hat warten lassen, liefert er nun ein sich…

  • Anweisungen für erfolgreiche Filmgespräche, wenn man den Film nicht gesehen hat

    Da der gemeine Regalbesitzer trotz großen Bemühens der DVD-Industrie nie auf die Idee kam, analoge oder digitale Filmkopien in ähnlicher Manier wie Bücher oder Schallplatten, als Ausdruck von Status- oder Identitätsnöten in seinem Wohnraum aufzustellen, mögen die nun folgenden Anweisungen etwas verfehlt wirken, schließlich gehen wir doch davon aus, dass…

  • Die Wirklichkeit hat schon eine Inszenierung: Erich Langjahr zum 80. Geburtstag

    Zum fröhlichen Anlass des 80. Geburtstags von Erich Langjahr durfte ich für ein kleines Porträt in der Neuen Zürcher Zeitung ein Gespräch mit dem Filmemacher führen. Seitdem ich mich im vergangenen Jahr im Rahmen meiner Filmreihe zu Bergbauern im Metrokino Wien tiefer mit seiner Arbeit beschäftigte, lässt mich der offene,…

  • Notiz zu labilen Bildern: Marcel Hanoun & Catherine Binet

    Es gibt Bilder in Marcel Hanouns Le Printemps, die so flüchtig montiert sind, dass man ihr Sichtbarwerden nicht versteht. Zum Beispiel, wenn Mädchen auf dem Schulhof einen Reigen tanzen und sich einzelne Gesichter ins Bild drängen, dieselben, die von den Worten des Dorfpfarrers und vom Licht des Kinos gebannt werden.…

  • Taubenblicke IX

    Der Sperling sitzt auf einer Bank in der überfüllten, stickigen, grauhässlichen Wartehalle des Grazer Hauptbahnhofs, als warte er, die Geduld verkörpernd, auf seinen Zug, ohne die üblichen Kopfbewegungen, ohne einen Laut von sich zu geben, ohne Blick für die eilenden Reisenden (die ihm ebenfalls keine Aufmerksamkeit schenken), sondern völlig still,…

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