Wörter für die Welt da draußen #1 Wintergoldhähnchen

Viele meiner Freunde interessieren sich nicht für bukolische Beschreibungen, weil man einem Baum oder einer blühenden Wiese nur schwer mit dem Zynismus oder der Wut begegnen kann, die sonst alles beherrschen, worüber geschrieben wird. Oft fehlt auch ganz einfach das Vokabular. Da geht es mir nicht anders, obwohl ich mich inzwischen (seit ich aufgrund einer plötzlich, mir selbst nicht ganz nachvollziehbaren Eingebung begonnen habe, Flusswasser und Schneckenhäuser zu sammeln) beinahe täglich in Wäldern, Berglandschaften, Flusstälern und wer weiß wo, möglichst weit von festen Straßen finde.

Nun muss es aber einen jeden Menschen ermüden, wenn immer nur von Bäumen, Vögeln oder Wolken gesprochen wird. Vor allem, wenn man mit sich selbst spricht, so wie ich es gern tue, um sicherzugehen, dass ich noch da bin. Daher werde ich von nun an an dieser Stelle von Wörtern berichten, die ich nicht kannte, solange ich sie nicht gesehen hatte. Ich bilde mir ein, dass man immer ein bisschen von der Erde rettet, wenn man etwas benennen kann.

Zum Beispiel ging ich kürzlich entlang eines matschigen Pfades durch die Hagenbachklamm. Es war wahrlich kein Vormittag, der von sich aus zum Wandern verführte; eine kalte, graue Suppe, in der Luft stehender Atem, alles versank in sich selbst, außer meiner Schuhe, die im Schlamm verschwanden. Die Hagenbachklamm liegt im Naturpark Eichenhain, in dem sich unter anderem die bemerkenswerten Patienten der Landesnervenklinik Gugging auf Spaziergängen verloren. Auch unter ihnen gab es welche, die alles benennen wollten, die, wenn es sein musste, Wörter erfanden, um das zu beschreiben, was sonst verloren wäre.

In dieser außergewöhnlichen, ständig im Verfallen begriffenen Sandsteinlandschaft erspähte ich (oder er erspähte mich) einen gelblich schimmernden, erstaunlich kleinen Vogel, der ziemlich keck vom dünnen Ast einer jungen Fichte auf mich pfiff und mit unglaublich hoher Stimme trillerte, ja hauchte. Was mich neben der Zerbrechlichkeit, dieses nur wenige Zentimeter großen Geschöpfs faszinierte, waren vor allem die grün-gelblichen Lamellenflügel. Das Farbenspiel verführte mich für einige Sekunden zu glauben, dass dieser Vogel ganz körperlos unter seinem Federkleid durch die Luft zog oder zumindest, wie manche Kopffüßer, in der Lage wäre, seinen Körper in sämtliche ihm angenehme Formen zu wandeln. Ein Geist gewissermaßen. Dieser Vogel nennt sich Wintergoldhähnchen und sobald ich den Namen ausgesprochen hatte, war er auch schon wieder zwischen den Bäumen verschwunden.

Ivana Miloš, Zlatoglavi kraljić, 2021 (Aquarell auf Papier)

Notiz zu Hester Street von Joan Micklin Silver

Was immer sich an Traurigkeit in den Augen von Carol Kanes Gitl sammelt, wird von der flockigen Mise-en-scène Joan Micklin Silvers aufgefangen. Die Ausgangslage dieser Geschichte jüdischer Immigranten in New York erinnert an Vitalina Varela von Pedro Costa, nur dass Gitl nicht erst nach der Beerdigung ihres Mannes in das gelobte Land kommt, sondern diesen sozusagen in flagranti im neuen Leben, mit neuem Bart, neuer Kleidung, neuem Gebaren und natürlich neuer Frau erwischt.

Was sich abzeichnet ist ein Melodram, dessen emotionale Wucht sich am heftigsten in den Blicken des stillen Sohns des scheiternden Paares erzählt. Die Konflikte (Dreiecksgeschichte, Tradition vs. Moderne, Mann und Frau) kennt man, ihre jiddischen Ausprägungen sind dem geneigten Kinofreund aber oft ferngeblieben (Ganz zu schweigen, wenn sie aus Perspektive einer Frau erzählt werden). Dabei offenbart sich vor allem in der Sprache eine Differenz, die kaum zu überbrücken ist. Erstaunlich, dass dieser Film teilweise als Komödie beworben wurde.

In einer der vielen bemerkenswerten Momente des Films steckt Gitl ihrem Sohn heimlich Salz in die Taschen seines Jackets. Um ihn vor den Blicken des bösen Auges zu schützen, sagt sie. Dabei gibt es gar kein richtiges Böse im Film, sondern nur sehr viele Schwächen und Veränderungen, die das Leben und die Liebe erschweren.

Notiz zu A New Leaf von Elaine May

Jedesmal, wenn sich wer an einen Tisch setzt, fliegen in diesem zauberhaft komischen ersten Spielfilm von Elaine May die Fetzen. Im Screwball-Modus geht es dann hin und her (manchmal auch drunter und drüber) und aus oft nur drei verschiedenen Kameraeinstellungen pro Dialog entfaltet sich die ganze Bandbreite menschlicher Komik.

Noch besser allerdings eine an Luis Buñuel erinnernde Sequenz mit den Bediensteten einer aus den Rudern laufenden Villa, die seit Jahren ohne jegliche Subtilität ihre Chefin ausnehmen. Das Timing zwischen „falscher“ Geste und absurder Reaktion, Irrsinn und der Stille danach ist perfekt. Kalkulierte Gier trifft auf sorglose Naivität und letztere behält die Oberhand!

Ganz nebenbei ist A New Leaf auch eine der besten Rollen von Walter Matthau als Klischee, Parodie und Antigen eines reichen Mannes, der nur reich bleiben möchte, obwohl er ebenso wenig Gespür für Geld hat wie die tollpatschig und introvertiert durchs Leben träumende Botanikerin (Is she married? – No, she is a botanist.) gespielt von Elaine May, die er sich als Opfer seiner Intrigen aussucht. Selten hat man Nonchalance, Schlagfertigkeit und Panik in einem Gesichtsausdruck gesehen!

Festina Lente: A Conversation about Lav Diaz

Over the last ten years Michael Guarneri has had a series of talks with Lav Diaz, gathering thoughts about the Filipino filmmaker’s craft, philosophy and politics. The result of these conversations has been published in Conversations with Lav Diaz (ISBN 9788864761022), available worldwide in January/February 2021. To celebrate Diaz’s birthday, to renew our pleasure in discussing cinema or just to make sure I receive a copy of this valuable book, Michael and I discussed some aspects of Diaz’s work via e-mail.

Michael, a few years ago you wrote me about your holy triumvirate in cinema: Pedro Costa, Lav Diaz and Wang Bing. I don’t know if this triumvirate is just one of those cinephile games we play, or a necessity to remember what is important in the midst of the storm of images. Can you tell me whether you find similarities in their work? For me, the three of them meet in a word that’s maybe used too much nowadays, a word like „resistance“.

Our memories are tricky sometimes, Patrick… I’m quite sure that I wrote you „holy trinity“… In any case, yes, Pedro Costa, Lav Diaz and Wang Bing are my three favorite filmmakers. In the past ten months I heard the word „resistance“ so much that it almost lost its meaning for me, so for now I would prefer to focus on another keyword, another meeting point between Costa, Diaz and Wang: freedom. I guess that I admire them so much first of all because of their freedom. We are talking about three men who understood their place in the world, and worked hard to reach a certain space, or niche, in which they can freely practice their craft or art or whatever you want to call it. Naturally they aren’t free in an absolute sense (who is, really?), but they have worked out their own strategies to tell the stories they want to tell the way they want to tell them. They worked very hard to achieve their freedom, and they are still working very hard to maintain it. First they struggled to get into the system, then they struggled to get out of the system, then they struggled to build their own system. You know, the means of production, the work relationships, the lonely work and the team work… This struggle for creative freedom is a never-ending source of inspiration for me. It’s something that goes beyond the single films they make, which I might like or dislike.

I understand what you mean, but I would still hesitate calling it „freedom“. I think that the world of film festivals is an industry with its own demands. Let’s take the case of Diaz, for example, a filmmaker with whom you had many talks for your new book Conversations with Lav Diaz. It’s incredible how Diaz comes out with a new film every year, almost like Woody Allen… Something has also changed in his filmmaking as far as I can tell, and this change came about at a moment when film festivals everywhere became vertically integrated key players for production, distribution and presentation. My question is: in your opinion, how far Diaz works inside this system, and how far he remains independent from it?

Yes, among other things, film festivals concerned with the idea of cinema as an art allow filmmakers like Diaz to convert symbolic capital into economic capital in order to produce new work. Some filmmakers work fast, like Diaz [but let’s not forget that it took him 10+ years to make Ebolusyon ng isang pamilyang Pilipino / Evolution of a Filipino Family (2004) and 15+ years to make Hele sa hiwagang hapis / A Lullaby to the Sorrowful Mystery (2016); other filmmakers work more slowly, like Costa and Wang. As film critics, you and I also contribute to these capital transactions (if we want to believe that somebody actually reads what we write). Some filmmakers then take advantage of the rules of the film festival game (industry? market? circus?) to make the films they want to make; other filmmakers get caught in the rat race and start serving masters other than themselves. For me, Diaz belongs to the former category. Let me know what you think about this issue. In particular, as you are much more an expert than me on the film festival establishment, I’d be interested to know more about your sibylline sentence: „Something has also changed in his filmmaking as far as I can tell, and this change came about at a moment when film festivals everywhere became vertically integrated key players for production, distribution and presentation“. Afterwards, we can also discuss a key aspect that you mentioned: distribution. Sadly, film festivals are often the only distribution venue for Diaz’s films, which makes it difficult for him to speak to his fellow Filipinos about issues of Filipino history and identity.

Well, I wouldn’t call myself a film festival expert (and not even a film critic because I’m not sure if such a thing exists anymore). What I tried to hint at was just that I feel that with digitalization (or at least around the time of it) came a change in the world of festivals. First of all, the amount of festivals increased a lot and, step-by-step, their function also changed. The idea that they serve as a market where potential buyers can buy films to bring to the cinemas is now only a part of the whole enterprise. The festivals have become the buyers themselves, they give out funds (I think Diaz received some of those in Europe) and create a system that works in itself and takes a powerful position in the world of cinema independent of film theaters and streaming services. There are so many festivals that don’t choose the films but just take what the festival market dictates. Films „make the journey“. So, what maybe changed first of all was the visibility of Diaz’s films around the world. I don’t know whether you know or discussed with Diaz the amount of screenings his films have on average. I guess, it’s still too little and, as you say, there might be a gap between international audiences and the reception in the Philippines, but it must be different now than it was with Batang West Side (2001). I don’t think that any of us involved can work independently of the demands of the festival world. Each time filmmakers travel around the world to present their work, talk with sharks and lovers, meet different cultures, are sucked from vampires, receive praise or criticism based on terms sometimes foreign to their idea of cinema, they will change. It’s not an innocent business and in no way does it protect the art. Of course, there is also Diaz’s switch to digital, which might have brought changes to his cinema… at least in my perception. Maybe you can tell me a bit about the way he works with digital tools and whether you spoke about the changes that digital made for his cinema. After that, I might be able to continue with my argument. After all, Costa, Diaz and Wang are also connected by their liberating use of digital tools.

Yes, digital tools were so important for filmmakers like Costa, Diaz and Wang to „own the means of production“ (a very old expression, I know) and to cut out for themselves this little space of freedom, to create these small production units in the style of Dziga Vertov, Robert Flaherty, Jean Rouch, the „television“ Roberto Rossellini… But then again, yeah, you are right, these films that they make end up on the market (festival, theaters, DVD, streaming, whatever), so ultimately they are a merchandise. I guess that the next step in the struggle is to see what can be done after production, further along the chain… Now that almost everybody can make films, „the issue isn’t anymore that you can’t shoot“ (as Diaz likes to say). Now the „bottle neck“, or gatekeeping, is at the levels of distribution, promotion and exhibition. You need a lot of money to promote your film and inform people of its existence „in the midst of the storm of images“. People who, like Diaz, generally work with low budgets find themselves in the paradoxical situation of needing more money to promote the film than to make it. You can always find a way to make a film… but to get it seen, to get people interested and to reach them… well, that’s a tough job. That must be the reason why several film festivals hand out money prizes to be spent on promotion and distribution.

How does promotion for a filmmaker like Diaz work? Are we talking about keeping in touch with the „right people“? In my opinion the change in his filmmaking I was hinting at has to do with having created a sort of brand in an admittedly rather small section of „world cinema“ and the world of film festivals. In his films I find at the same time an urgency and sincerity concerning political issues and the dealing with the history of his country, and I can’t help experiencing those films as documentations of a bunch of friends meeting and acting something out… it’s almost a game, hence his trying out of very different genres and so on. Maybe that’s like in Jean Renoir’s best films and maybe it’s a form of art for which the bureaucracy and economics necessary to make it happen are valued as much as the actual work. In this regard I find Diaz to be exemplary of certain tendencies within film festivals that have replaced the idea of grand auteurs who disappear and reappear with a film immediately hailed as a work of art with a strange studio-like regularity of production. It’s strange because it’s done without or with very little money. Yet, somehow it works (which makes this system very suspicious in my opinion). Since you said that you don’t like every film but it’s about the whole work, maybe also the attitude of those filmmakers, I would be interested to learn about how you discovered the work of Diaz and what triggered you?

If you create something that you want a lot of people to engage with, you have two options (I’m going to simplify things a bit now, please bear with me). You can work little by little cultivating personal links with fellow-minded people to slowly spread the word about your work over the years until you eventually reach a critical mass and make a name for yourself; and/or you can pay Google, pay Facebook, pay clickfarms, pay all these advertising companies to put your work „on the radar“, to put your „product“ on people’s „priority list“. And while there are price listings for social media advertising, how can you assign a monetary value to friendship? How much should I pay you for being my friend and for kindly accepting to have a talk with me to promote on your website this or that book I wrote? I think you, I, Diaz and his team are people who prefer to work with personal relations, an immaterial economy, but an economy just the same, because it takes time and resources to cultivate a friendship, a dialogue over the years (especially considering that the other option – the paid advertisement one – is much simpler and possibly more effective in the short term). But I feel we are dangerously close to that moment in which I start to complain about how dreadful the world we live/work in is and how much nicer it would be if we created a commune somewhere… Luckily you asked me about my first meeting with Diaz’s cinema and I can keep misery at bay by taking refuge in good memories. Back in 2007-2008 I began to get interested in Diaz’s cinema because the Italian State TV was broadcasting his films all night long during the weekends: Heremias: Unang aklat – Ang alamat ng prinsesang bayawak / Heremias: Book One – The Legend of the Lizard Princess (2006), Kagadanan sa banwaan ning mga engkanto / Death in the Land of Encantos (2007) and Melancholia (2008). They were broadcast as part of a program called „Fuori Orario“ („After Hours“, like the Martin Scorsese film), a kind of cinephile heaven that contributed a lot to my cinema education ever since I learned how to use a VHS recorder. So I watched these three films by Diaz and I was struck by the fact that they didn’t look like any other film I had seen before. The idea of style was very important to me back then: „style“ as in „stilus“, meaning the pen and the hand that holds the pen and uses it in a distinctive, unique way… I was a teenager back then and I felt a lot of sympathy and admiration for whoever was willing to do his/her own thing with art, be it music, painting, writing, cinema… So, instinctively, ever since the very beginning, just by watching the films without knowing anything about anything, I felt a lot of respect for Diaz because his movies told me that he was a guy who didn’t care, a guy who was going his own way, „seul contre tous“… Then, of course, I watched all the other movies by Diaz, I studied a lot, and I understood a lot more about Diaz’s films and their meaning… That’s when I discovered the other etymology of the word „style“, connecting „style“ to „stilo“, the dagger, i.e. to the idea of using the pen, the camera, the brush, whatever, as a knife, to open wounds, to slit open people’s eyes and make them see…

I like those two meanings of „style“. Maybe we can add a third one (even if that will ultimately lead us back to thoughts about the commune): style as a form of addressing somebody (with a title), to give a name to something. I think this relates to what I tried to say earlier about Diaz’s films. There is a sort of laziness among the film community and it shows as soon a director develops or changes. I have no empirical proof, but I feel that most of the texts written about Diaz today could have been written twenty years ago. So I think that his cinema is partly well-bedded in something that he doesn’t do anymore. There are certain automatisms in reception and this casts quite a shadow of indifference over his cinema. It’s the new film by Diaz and not a film showing or slitting open something. I don’t think it’s his mistake at all because his films change, he might be much more open to trying out different things than other filmmakers of his age and intensity. However, if you meet his films in the festival world, they have become a product, a „style“, and I wonder how to escape this?

The filmmaker as a brand, I understand what you mean. Yesterday I was taking part in an online conference about Italian cinema and there was an excellent paper presentation about Italian neorealism becoming a sort of brand in 1940s-1950s French film criticism: first there was the duo Vittorio De Sica – Roberto Rossellini; then the worship of Rossellini began; then, when Rossellini fell out of favor, some French critics tried to build a new „virginity“ for neorealism by focusing on the writer Cesare Zavattini… I’m simplifying things just to give a quick example, of course… but that’s the way things go in cinema. Especially now that cinema has lost its mass appeal and there are a million other things you can do in your spare time: you have to keep people „hooked“, and the filmmaker as a brand is one of the strategies to build „customer loyalty“. I don’t know if we (you, I and all our fellow critics) can escape this, but for sure we can be attentive spectators, ask in-depth questions to filmmakers, write with passion and accuracy, do our part to „elevate the discourse“ and fight laziness. We will probably fail to change the „system“, but people will say good things about us when we will be dead. On a more cheerful note, I’m curious to know: how about your first meeting with Diaz’s cinema?

My first meeting with Diaz’s cinema must have been a screening of Batang West Side at the Austrian Film Museum. As I understand, this institution has a very special relation to Diaz and especially to this film. The Austrian Film Museum screened a film copy, 35mm, and not unlike you, my first sensation was one of pure inspiration. I felt that cinema is a medium with which you can do everything. After this first encounter, I watched several of his films at home on horrible-looking files, but the sensation was the same. Then, there were one or two screenings at the Viennale: Norte, hangganan ng kasaysayan / Norte, the End of History (2013) must have been one of those, and I vividly remember seeing A Lullaby to the Sorrowful Mystery at the Filmfest Hamburg. I was equipped like a mountaineer with food and drinks and I didn’t miss a single second of the film. There have always been these discussions (partly inspired by some of Diaz’s own statements) that it’s actually fine to go out, fall asleep and so on. I never agreed and I especially don’t agree with regards to his films in which a lot of things are going on plotwise. After the 485 minutes of A Lullaby to the Sorrowful Mystery I drove my car for 7 hours and I didn’t get tired one time. Even if I’d like to say that the reason for this must have been my youth, I think that it has to do with Diaz’s style… I felt that he changed my perception of things. Now, I don’t think it’s very hard to do that in 485 minutes, we could say that time works on those things all alone, but with him there is an embrace of time (of its horror as well as its indifference) instead of a theoretical attempt that tries to highlight it. In relation to that, I’d be interested in your initial feeling that he is someone „who doesn’t care“. I want to know how this in your opinion relates to his dealing with time and/or with some technical „mistakes“ (I hate to use that word).

There aren’t many artists like Diaz around. Artists who have that inner calm and wisdom and courage to pursue their own vision no matter what other people think. At the same time, he is a man possessed by a desire to communicate with his fellow human beings, to really make them think, make them reason, make them remember, before it’s too late, before the light dies out and there can be no cinema anymore. From these clashes between the personal and the collective, and between the slow tempo and the urgency, is born a kind of cinema that I find quite unique. And I love it so much precisely because of its fundamental imperfection: too much wind in the microphone, a shaky handheld camera… In all these „mistakes“ I see the struggle – Diaz’s particular struggle as an artist and as a Filipino, and perhaps a more general reminder of „the inadequacies of our plans, our contingencies, every missed train and failed picnic, every lie to a child“. Have you ever heard of the Latin motto „festina lente“, „make haste slowly“? It’s such a wonderful description of Diaz’s cinema, and of my experience of it. It was so great to read your sentence „After the 485 minutes of A Lullaby to the Sorrowful Mystery I drove my car for 7 hours and I didn’t get tired one time“. Every time I come out of a Diaz screening I feel energized, I feel like I’m ready to smash the whole world.

This fundamental imperfection reminds me a bit of early sound films when you can hear the sound of the dolly. When „mistakes“ occur in Diaz’s films I’m always trying to find out what made him keep that specific shot. In some way it helps to change my focus on the acting, or on a tree moving in a peculiar way, and I remember why cinema exists: maybe not in order to make a perfect shot but to see something. A lot of filmmakers I admire have a much more perfectionist attitude. Let’s take Hou Hsiao-hsien, for example. Everything is much more controlled and smoother. Nevertheless there is a similar interest which moves somewhere between capturing something in the world and being captured by something in the world. In both cases the effect is a sort of floating of image and sound that gives me freedom to see, to hear, to think, to feel, to be. „Festina lente“ sounds just perfect. Yet, we shouldn’t forget that the haste is about something. I feel that there is great anger in his films and a desire to speak to the present moment of his country or even more universally such as in Lahi, Hayop / Genus Pan (2020), which among other things also reflects on humanity in a more general sense. I wanted to ask you about cultural gaps in the perception of cinema. Do you think they exist and how do you deal with them?

I do think that cultural gaps in the reception, or perception, of films exist. Yet, at the same time, cinema has this power to connect with you, to communicate with you in spite of language and other cultural barriers. Back in 2011 I saw Kotoko (2011) by Shinya Tsukamoto at the Venice Film Festival and I was too tired that morning and I had a massive headache, so I watched the film without reading the subtitles. That’s the best way to see Kotoko: it’s such a primal and direct film, no words needed. And back in 2011 at the Venice Film Festival there was a bit of mumbling among the „Western“ critics about Kotoko because one of the main characters suddenly disappears from the movie, no explanation given at any point in the film. It’s something that doesn’t generally happen in „Western“ movies, or if it happens there is a highbrow, „intellectual justification“ (see Michelangelo Antonioni, Alain Robbe-Grillet, etcetera). It just doesn’t happen „like that“, „as if it was normal“. Somebody asked Tsukamoto about it at a press conference, because the disappearance of the character was so deliberate and everyone of „us“ thought that there must be some profound meaning, something that was maybe specifically Japanese, some hidden metaphor, something about Japanese history or theater or poetry or painting… but Tsukamoto just said: „Sometimes the people that are important to you simply disappear from your life“. I think that it’s important to watch movies, to pay attention, to articulate questions, to ask questions (even if we are afraid to appear a bit stupid by asking)… so we can discover new things and „fill the gap“. I mean, films are interesting for what they show/tell us, but also for what they don’t show/tell us. Films sometimes give us „homework“ to do… I love that. I remember back in 2016, after the gala screening of Ang babaeng humayo / The Woman Who Left (2016) at the Venice Film Festival, I was hanging out with Diaz and his team in the festival bar. Diaz was discussing with some of his crew and actors. I couldn’t understand what they were saying because they were speaking in Tagalog but it seemed to be something important, so afterwards I asked what the problem was. It turned out that somebody from the festival had tweaked the English subtitles of The Woman Who Left to explain the meaning of the word „balot“, which Diaz left untranslated on purpose so that the curious spectator would do some research on his/her own…

Is there an educational purpose for foreign audiences in Diaz’s films?

Being the son of two school teachers, Diaz is certainly using cinema for educational purposes, for his fellow Filipinos and for any person in the world who is interested in the history/culture of the Philippines and in the struggle of the Filipino people against colonialism, exploitation, authoritarianism, poverty and corruption. And, after all, isn’t the struggle of the Filipino people the struggle of most people in the world? Colonized people who have been exploited for centuries find „independence“ under the aegis of a neocolonial power, which leads to a kleptocrat dictatorship… You can find similar situations in most of South-East Asia, in most of the African continent, in Central and South America… I’m simplifying things perhaps, but Diaz himself is conscious of the worldwide outreach of his cinema. The leftwing rebel Renato in Melancholia is fighting for a specific cause relating to Filipino politics and yet, in his dying moments, he isn’t thinking about the Philippines alone, he is thinking about the whole picture: „Why is there so much sadness and too much sorrow in this world? Is happiness just a concept? Is living just a process to measure man’s pain?” That’s the beginning of one of the greatest monologues in the history of cinema, for me. In Genus Pan, as you mentioned, this world outreach is even more evident: the whole matter of being human is put into question. The film is set in a remote mining area in the Philippines, but it could well be set in the fields of Italy where both Italian and immigrant people are exploited to pick tomatoes for one Euro per hour. You can choose your own examples, I chose an Italian example because Genus Pan had its world premiere in Italy… Do you remember that old revolutionary slogan, „Let’s create two, three, many Vietnams“? With my writings I would like to inspire people and create ten, one hundred, one thousand Lav Diaz…

Die Fliege auf dem Rezensenten

Es kommt selten vor, dass sogenannten Rezensenten etwas peinlich ist. Gewisse Strömungen innerhalb ihrer Branche brüsten sich gar damit, dass ihnen gar nichts peinlich ist, ihre Texte sprechen da für sich. Dabei gäbe es viel, was den Rezensenten peinlich sein könnte. Zum Beispiel könnten sie zu spät zu einer Pressevorführung im Kino kommen oder in einem Anflug von Leichtsinn das falsche Buch gelesen haben. Sie könnten einen unvorteilhaft gekleideten Zuschauer im Theater für einen Teil des Szenenbilds halten, während des Konzertes einnicken oder aufgrund intimster Assoziationen eine falsche Interpretation an den Tag legen, etwa dass es in Hemmingways Hills Like White Elephants um eine Brustvergrößerung geht und nicht um eine Abtreibung. Er hätte ja auch einfach schreiben können, um was es geht, sagen dann die überraschten Rezensenten.

Inzwischen sind solche Fehler jedoch weniger üblich, schließlich gibt es im Internet oft bereits Rezensionen, die die Rezensenten lesen können und die sogenannten Presseabteilungen schreiben schon ganze Texte für die müde Horde an Rezensenten, die von einer Rezension in die nächste geschleudert wird und an manchen Abenden gar nicht mehr weiß, was sie rezensiert hat und vor allem weshalb. Am Wichtigsten für die Rezensenten ist ohnedies ihre eigene Schlauheit, das heißt, sie schreiben seltener, um etwas über das Werk zu sagen, dass sie rezensieren, als um selbst schlau zu wirken (und wenn das nicht, so doch zumindest nicht dumm).

Vor einigen Jahren ist mir im Rahmen meiner Arbeit für ein kleines Tageblatt, bei dem ich eigentlich für den Sport zuständig war (ich war der einzige, der etwas für den Radsport übrig hatte und die Zeitung war Hauptsponsor eines größeren lokalen Feuerwehrradrennens) dennoch etwas Peinliches passiert. Der zuständige Rezensent für das Kino erkrankte kurzfristig und so wurde ich auserkoren mir den neuen Blockbuster von Christopher Nolan, Inception anzusehen und vor allem darüber zu schreiben. „Es wird darin allerhand geklettert und man fährt wohl auch Ski. Das ist doch was für Sie!“, meinte mein Chef, für den alle Mitarbeiter genau aus dem bestanden, über was sie schrieben. Ich war also ein Fahrrad mit ein paar Tennis- und Fußbällen am Lenker und ich stand irgendwo im Keller, sodass er nicht zu oft an mich erinnert wurde.

Trotzdem wollte ich dem guten Mann, der kurz darauf einem Herzinfarkt erlag nicht widersprechen, ja eigentlich fand ich sogar Gefallen an der Idee, mich in einem dunklen Saal von Bildern und Tönen berieseln (in diesem Fall eher beschießen) zu lassen, um dann ein paar mehr oder weniger schlaue Sätze zu schreiben. Der eigentlich zuständige Rezensent hatte mir sogar mit vor Husten röchelnder Stimme durch das Telefon eine kleine Einführung in das Werk dieses Nolan gegeben und ich fühlte mich bereit, meine erste Rezension zu verpassen. Ein wenig besorgte mich zwar, dass ich nur 30 Minuten nach dem Abpfiff des Films bei einem Eishockeyspiel außerhalb der Stadt sein musste, aber ein wenig Sport, so dachte ich, könne mir nicht schaden, selbst wenn es nur ein Sprint zum Auto wäre.

Im Kino sah ich dann viele verschiedene Rezensenten (vor allem Männer, die ohne Unterlass über das Kino sprachen bis der Film begann und sobald dieser endete wieder mit dem Sprechen begannen), die sich mit Kugelschreibern und Notizblöcken und Wurstsemmeln und Kaffeetassen und ihren Regenschirmen und Bananen im Kino ausbreiteten. Auch ich zückte meinen Notizblock, auf dem ich sonst Statistiken festhielt, die ich bei Sportveranstaltungen aufschnappte, zum Beispiel „das letzte Mal, dass wir in einem Spiel dreimal die Latte trafen, gab es noch gar keine Latte.“. Als die Lichter im Kinosaal ausgingen, wurde mir klar, dass ich meinen Notizblock gar nicht würde sehen können. Ich spähte zu meiner Seite und sah, dass manche der Rezensenten mit leuchtenden Kugelschreibern ausgerüstet waren, was mich etwas zum Schmunzeln brachte, ich weiß nicht genau weshalb.

Ich packte den Notizblock also zurück in meine Tasche, aber das ist nicht das, was mir peinlich ist an dieser Geschichte. Denn wenige Minuten nachdem der Film begonnen hatte, hörte ich durch den Lärm des Films das laute Summen einer überdimensional großen Fliege, die schnurstracks auf meiner Nase landete und keine Anstalten machte sich von dort wegzubewegen. Zunächst wischte ich mit der gewohnten Geste des genervten Ärgers, die wir in solchen Situationen alle an den Tag legen, die Fliege beiseite, aber sie sprang nur über meine Hand und landete wieder auf meiner Nase. Es ist kein angenehmes Gefühl eine Fliege auf der Nase sitzen zu haben, schon gar nicht, wenn man sich eigentlich auf etwas anderes konzentrieren sollte.

Ich schlug also mit etwas mehr Nachdruck, aber wieder entwischte mir das Insekt, um seine kühlen Beinchen direkt über meinem Nasenloch zu platzieren. Ich war verdutzt, so etwas war mir noch nie passiert. Für einige Zeit wiederholte ich meine Schläge und versuchte dabei angestrengt das Geschehen auf der Leinwand im Blick zu behalten, was mir aufgrund der komplizierten Handlung, die sich wohl auf verschiedenen Zeitebenen bewegte, nicht ganz leicht fiel. An der Fliege irritierte mich besonders, dass sie entspannt und müde schien, wenn sie auf mir saß, also eigentlich eine leichte Beute sein müsste, aber sich sobald ich mich ihr näherte mit jugendlichem Geschick aus jeder noch so brenzligen Lage befreite. Ich veränderte mehrfach meine Sitzposition und mein dauerndes Herumgefuchtel heimste mir einige Psssts aus der näheren Umgebung ein. Ich versank in meinem Sitz und war der Verzweiflung nahe. Im Film schien immer noch erklärt zu werden, um was es eigentlich gehe, aber davon bekam ich nur wenig mit.

Ich entschied mich den Saal zu verlassen, um das Problem im Foyer oder wenn es sein musste auf der Toilette in Ruhe zu lösen. Ich stand also zur Empörung jener Rezensenten, die hinter mir saßen auf und verließ den Saal, wobei ich gekonnt, wenn auch von niemanden bemerkt, so tat, als müsste ich nur kurz und aus den üblichen Gründen austreten. Aber sobald ich den Saal verlassen hatte, war von der Fliege keine Spur mehr. Pures Glück! Ich war sie los. Ich verharrte einige Augenblicke im leeren Foyer, um keinen Verdacht bei den anderen Rezensenten auszulösen und schritt schließlich gelöst und nicht ohne jene Erleichterung vorzuspielen, die uns nach Entleerung der Blase durchaus eigen ist, zurück zu meinem Sitz. Aber just in dem Augenblick, in dem ich mich setzte, war sie wieder da und landete ohne zu zögern auf meiner Nase. Verzweiflung!

Nachdem ich wieder versuchte die Fliege mit einigen reduzierten Bewegungen (um die anderen Rezensenten nicht wieder gegen mich aufzuhetzen) loszuwerden, versuchte ich eine Zeit lang sie zu ignorieren und mich auf den Film zu konzentrieren. Aber sobald mir das halbwegs gelang (so gut man sich eben auf einen Film konzentrieren kann, wenn eine zu große Fliege auf der eigenen Nase sitzt), bewegte sich die Fliege leicht und kitzelte mich. Ich musste niesen und auch dafür erntete ich einige scharfe Blicke, die ich in der Dunkelheit des Kinos glücklicherweise nicht sehen musste. Da erinnerte ich mich meiner Wasserflasche. Vorsichtig griff ich in meine Tasche und zog unter doch zu lautem Plastikknacken meine Flasche hervor, öffnete sie erstaunlich leise, legte meinen Kopf zurück und schüttete den gesamten Inhalt in mein Gesicht. Das müsste doch genug sein, um einer solche Fliege ein Trauma zu verpassen. Dachte ich. Aber die Fliege blieb einfach sitzen, ja, ich war mir sogar sicher, dass ich fühlen konnte wie sie begann zu trinken oder mich abzuschlecken wie eine durstige Katze.

„Können Sie das bitte unterlassen? Sie stören.“, hörte ich plötzlich eine Stimme ganz nah an meinem Ohr. Eine ältere Dame, deren Augen mich an eine Fliege erinnerten, hatte sich neben meinen Sitz begeben, um mit strengen, herablassenden Ton das zu adressieren, was der ganze Saal denken musste. Ich nickte nass. Die Dame zog sich zurück zu ihrem Platz, wo sie herzhaft in einen Croissant biss und ich verblieb wie erstarrt, die Fliege auf meiner Nase, die Augen mehr in Richtung Decke als Leinwand und gelegentlich tropfte Wasser von meiner Schläfe hinab auf den von Popcornresten übersäten Boden.

Es ging mir so manches durch den Kopf. Zum Beispiel dachte ich an Ludwig Wittgenstein, der die Aufgabe der Philosophie einmal darin sah, einer Fliege beizubringen wie sie aus einer Flasche entkommen könne. Ich war mir nicht sicher, wer zwischen mir und der Fliege die Fliege war und wer die Flasche. Eine Zeit lang versuchte ich das Tier mit meinen Händen zu fangen, um es in meiner geschlossenen Faust gefangen zu halten, um wenigsten noch etwas vom Film mitzubekommen, der inzwischen schon eine vierte oder fünfte Zeitebene eröffnete. Aber das Biest entkam mir immer wieder und kroch triumphierend zwischen meinen Fingern hervor. Ich pustete so gut ich konnte mit vorgeschobener Unterlippe nach oben, um meine Nase einem nie gekannten Sturm aus Puste auszusetzen, aber nichtmal die Flügelpaare des Insekts flatterten. Aus meiner Verzweiflung schälte sich langsam eine Wut. Ich schlug etwas fester nach dem Tier, aber das Ergebnis war immer das Gleiche.

Jetzt bemerkte ich immerhin, dass wie angekündigt Ski zum Einsatz kamen und das schneeweiße Licht auf der Leinwand erhellte das Auditorium und ermöglichte mir für einige Momente schielend, einen Blick auf die Fliege zu erhaschen. Ihre Augen waren giftgrün und spöttisch. Sie sah mir direkt in die Pupillen und ich konnte erkennen, dass sie es ernst meinte. Sogleich verdunkelte sich der Saal wieder und ich wollte keine Sekunde mehr verstreichen lassen. Mit voller Wucht schlug ich mir ins Gesicht, verpasste die Fliege denkbar knapp und hörte nur mehr ein Knicken (mein Nasenbein).

Für einige Sekunden war ich ausgeknockt, zumindest kam es mir so vor als ich plötzlich einen sich drehenden Kreisel auf der Leinwand sah und dann den Abspann. Meine Nase schmerzte höllisch, von der Fliege keine Spur. Zu meinem Glück begannen die Rezensenten schon während des Abspanns ihre Urteile laut von sich zu geben. Sie erzählten sich die Handlung nach, spielten sie sogar vor und ich hatte so ein recht umfassendes Bild des Films und einen ganzen Sack voller Adjektive noch bevor der Abspann endete. Ich erinnerte mich an das anstehende Eishockeyspiel, packte meine leere Flasche zurück in die Tasche und rannte blutend und nass aus dem Kino. In der Redaktion erzählte ich den ob meines demolierten Gesichts eher amüsierten als verstörten Kollegen am folgenden Tag, dass mir ein Puck vom Spielfeld auf die Tribüne ins Gesicht geflogen wäre beim Eishockey, was alle zufrieden stimmte, ja sogar beglückte.

Die Rezension musste ich trotzdem schreiben, was mir mit Hilfe der Erzählungen der anderen Rezensenten, einer ausufernden Pressemappe und diverser bereits existierender Rezensionen im Internet problemlos gelang, ja, anscheinend sogar so gut, dass mein Text es auf die erste Seite des Feuilletons schaffte (eine Seite, die in unseren Breitengraden manchmal gar nicht existiert) und ich fortan ins Kino geschickt wurde, um zu rezensieren. Die Geburt eines Rezensenten, sozusagen. Die Fliege habe ich nie wieder gesehen und etwas ähnliches ist mir seither nicht passiert, aber bis heute habe ich immer Insektenspray bei mir, wenn ich etwas rezensiere.