Notiz zu Nära jorden, nära skogen von Nina Hedenius

Um nicht zu ver­ges­sen, wie man leben könn­te, hat Nina Hede­ni­us mit ihrem unnach­ahm­li­chen Blick fest­ge­hal­ten, was die Schön­heit der Welt aus­ma­chen könn­te. Und so wech­seln sich in ihrem Film, der sich schon im Titel der Erde und den Wäl­dern nähert, Natur­bil­der und Beschrei­bun­gen eines Lebens mit der Erde ab.

Dabei fällt auf, dass man in Schwe­den Anfang der 1980er Jah­re bereits über Din­ge sprach, die anders­wo erst heu­te ange­kom­men schei­nen: Nach­hal­tig­keit, Stadt­flucht, auf der Umwelt las­ten­der Kapi­tal­druck. Die por­trä­tier­ten Klein­bau­ern wer­den uns als die schöns­ten Men­schen der Welt gezeigt. Nah­auf­nah­men der stil­len Augen, gla­si­ge Bli­cke des Kamp­fes und der Zufriedenheit.

Aber man sieht die­sen Film vor allem für die Beob­ach­tun­gen des kurz auf­glei­sen­den Glücks: Kin­der, die Stei­ne ins Was­ser wer­fen, Kühe, die ihr ers­tes Gras im Früh­jahr sehen, Enten, die aus ihren Ver­ste­cken hüp­fen. Eine pas­to­ra­le Sym­pho­nie und drin­gen­der Auf­ruf, dem lär­men­den Rau­schen zu ent­kom­men und einen Sinn zu fin­den, der nicht auf Aner­ken­nung und Geld, son­dern einen Kon­takt mit dem Boden und der Zukunft beruht.