Ioa­na Flo­res­cu hat sich wie­der auf die Suche gemacht. Dies­mal hat sie nach Regen im Film gesucht…aber nicht ein­fach Regen, son­dern Regen, der nicht oder nicht aus­schließ­lich aus Was­ser besteht. Zu den Bil­dern habe ich eini­ge Wor­te gesucht.

Ame­ri­can Beau­ty von Sam Mendes
The­re is no band. Ein Regen mit Was­ser­schläu­chen, die ein keep fal­ling on my head free­dom Gefühl bewir­ken, das nicht erkäl­tet und erkal­tet, son­dern stets befreit, wie ein Kuss im strö­men­den Regen im Hol­ly­wood­rausch zur Kon­ven­ti­on wur­de und ein Schei­ben­wi­scher in der Nacht Schuld wegwischt. 
Yume von Aki­ra Kurosawa
If the rain comes they run and hide their heads. They might as well be dead.
I Vitel­lo­ni von Feder­i­co Fellini
Wenn der Regen, nicht aus Was­ser besteht, dann ent­steht ein erhöh­ter Genuss, eine sur­re­al Welt, eine gött­li­che Welt, eine zer­stö­re­ri­sche Kraft. Der Him­mel im Film als Sex, als Tod. 
Casi­no von Mar­tin Scorsese
Rain, I don’t mind. 
Koi no Tsu­mi von Sion Sono
Der Mensch wird vom Regen zurück auf sich selbst gewor­fen, die Umge­bung wir wahr­lich weg­ge­wischt.  
Sen­so von Luch­i­no Visconti
I never meant to cau­se you any sor­row, I never meant to cau­se you any pain. I only wan­ted one time to see you laug­hing. I only wan­ted to see you laug­hing in the pur­ple rain.  
Hiro­shi­ma, mon amour von Alain Resnais
Im Regen ver­dich­tet sich die Zeit, weil sich der Raum entblößt. 
Popiół i dia­ment von And­zej Wajda
Das Unsicht­ba­re hat den Regen kre­iert, ins­be­son­de­re dann, wenn es kein Was­ser reg­net, son­dern Blü­ten, Tie­re und Öl. 
The­re Will Be Blood von Paul Tho­mas Anderson
Die Natur pras­selt auf die Köp­fe ohne, dass man sich davor ver­ste­cken kann, ein Regen über den Filmen. 
Les amours ima­gi­n­aires von Xavier Dolan
Ein Film­strei­fen schwimmt in einer Pfüt­ze. Jemand nimmt ihn und lässt ihn reg­nen.  
Moulin Rouge von Baz Luhrmann
This is the mys­tery of the quo­ti­ent – Upon us all a litt­le rain must fall. 
Zab­ris­kie Point von Michel­an­ge­lo Antonioni
Ich träu­me von einem Traum, indem es Film reg­net, die Strei­fen fal­len vom Him­mel wie Corn­flakes und Vögel. Ich träu­me davon, dass ich selbst vom Him­mel fal­le wie David Bowie. Regen ist fal­len und auf­stei­gen zugleich. 
Melan­cho­lia von Lars von Trier
Im Regen begin­nen die Figu­ren zu tan­zen, zu sprin­gen und zu leben. 
Mys­te­rious Skin von Gregg Araki
Regen ist der letz­te Dich­ter in der Welt des Films. Wenn es reg­net, wird immer das Gefühl ange­spro­chen. Kann es nicht immer regnen? 
La dol­ce vita von Feder­i­co Fellini
Was kommt nun aber der Regen­bo­gen, an grau­er Wand her­an­ge­zo­gen? Der mag wohl zu ent­beh­ren sein, der bun­te Trug! der lee­re Schein! 
Ent­retan­to von Miguel Gomes
Regen ohne Was­ser ist zugleich Rausch und Ver­frem­dung, eine Explo­si­on der Far­ben, eine Bewe­gung. Film ist Regen. 
Pou­let aux Pru­nes von Mar­ja­ne Satra­pi und Vin­cent Paronnaud
A wind has blown the rain away and blown the sky away and all the lea­ves away, and the trees stand. I think, I too, have known autumn too long. 
Zer­ka­lo von And­rei Tarkowski
Bit­te legt eure Fil­me nicht in den Regen. 
The Ghost­wri­ter von Roman Polanski
One can find so many pains when the rain is fal­ling, hat John Stein­beck mal gesagt und damit hat er unbe­wusst über Film gespro­chen. Ohne Was­ser ist der Regen ent­na­tu­ra­li­siert, ein inne­res Bild, ein sub­jek­ti­ves Aus­ge­lie­fert­sein, ein fuck it. 
Rea­li­ty von Matteo Garrone
Viel­leicht ist der Regen ein Auf­ruf, eine Bot­schaft, ein letz­ter Schrei. 

Lau­rence Any­ways von Xavier Dolan
Die Essenz des Regens hat sich ver­lo­ren. Jetzt gibt es Regen nur als eine Form des Fal­lens vom Him­mel, Fal­len aus dem Him­mel, aus allen Wol­ken fallen. 
Amar­cord von Feder­i­co Fellini
Rain, reign over me.
Magno­lia von Paul Tho­mas Anderson