Da kommt ja was auf uns zu; Ryan Gosling ist zur Zeit der viel­leicht inter­es­san­tes­te Schau­spie­ler, den Hol­ly­wood zu bie­ten hat. Vier völ­lig unter­schied­li­che Fil­me lau­fen mit ihm in den nächs­ten Mona­ten bei uns an. Da soll­te doch für jeden etwas dabei sein.

Auf­fäl­lig bei Gosling ist, dass er bis­lang jeden Film zu einem «Schau­spie­ler­film» machen konn­te. So heb­te er den ansons­ten völ­lig durch­schnitt­li­chen «The Note­book» auf ein über­mä­ßi­ges Niveau, mach­te aus dem durch­schnitt­li­chen «Das per­fek­te Ver­bre­chen» einen äußerst inter­es­san­ten Film. Sei­ne oscar­no­mi­nier­te Per­for­mance in «Half Nel­son» oder sein schi­zo­phre­ner (?) Auf­tritt in «Stay» ste­hen über jeg­li­cher Kri­tik. Beson­ders ans Herz legen möch­te ich noch «Lars und die Frau­en» sowie «Sta­te of Mind».

Im Gegen­satz zu guten Fil­men scheint Ame­ri­ka zumin­dest mun­ter wei­ter herraus­ra­gen­de Schau­spie­ler her­vor­zu­brin­gen, die sich durch eine Kör­per­lich­keit aus­zeich­nen, die ich bei vie­len euro­päi­schen Schau­spie­lern ver­mis­se. In ame­ri­ka­ni­schen Fil­men braucht der Schau­spie­ler oft kei­nen Dia­log, um zu zei­gen durch was er durch­ge­gan­gen ist, man muss ihm kei­ne Nar­ben anschmin­ken und kei­ne bil­li­gen Tatoos auf­ma­len. Man sieht es in sei­nem Gesicht. 

Blue Valen­ti­ne (Derek Cianfrance) 

Dri­ve (Nico­las Win­ding Refn)

Cra­zy, Stu­pid Love (Glenn Ficar­ra, John Requa)

Ides of March (Geor­ge Cloo­ney)