Wie ich ein Werbe-Maskottchen für Aloe-Vera-Gesichtsmasken wurde

Vor einem Monat muss es gewe­sen sein, da habe ich das mit mei­ner Mas­ke ver­mas­selt. Ich ver­mis­se schon seit län­ge­rem Mas­sen, also besuch­te ich eine Ver­klei­dungs-Mes­se in Mas­kat und mas­kier­te mich als Mas­ken­lo­ser, ging also nur mit mei­nem Gesicht vor­an in maß­lo­ser oder zumin­dest anma­ßen­der Atti­tü­de durch die Stadt ehe ein Mas­ka­rill auf mich zustürm­te, um mein Fie­ber zu mes­sen. Ich habe dem mas­ku­li­nen Geruch des Herrn kei­ne Bedeu­tung bei­gemes­sen, son­dern gleich nach Über­win­dung der Ein­ga­be­mas­ken eini­ge Sel­fies im Mes­sen­ger ver­schickt, zum Bei­spiel vor den in Mas­kat typi­schen, gema­ser­ten Holz­mo­sai­ken ste­hend, vor einem gro­tesk aus den Mau­ern her­vor­lu­gen­den Mas­ka­ron oder ganz ver­mes­sen, wie der Mes­siah strah­lend, neben der in Mas­ca­ra ertrin­ken­den Miss Mas­kat 2009. Es war ein schö­ner Tag, man mas­sier­te mei­ne See­le und mäs­te­te mich förm­lich mit aus­ge­zeich­ne­tem, von mas­si­gen Her­ren auf Mais­brot gestri­che­nen Mascarpone.

Den­noch bereu­te ich die Mas­ke­ra­de sehr bald. Denn als sich die Reak­tio­nen auf mei­ne Fotos mol­to mos­so amas­sier­ten, mel­de­ten sich Jus­tiz­dok­to­ren aus Mis­sis­sip­pi, Maas­tricht und Mas­sa­chu­setts mit bei­na­he amü­sier­ten Nach­rich­ten, die mich maß­re­gel­ten, weil ich ver­ges­sen hat­te, ja mich ver­mes­sen hat­te, eine Mas­ke zu tra­gen. Obwohl ich als Unmas­kier­ter maß­geb­lich mas­kiert war, demas­kier­ten mich die miss­ge­stimm­ten Beam­ten. Sie ergrif­fen bru­ta­le Maß­nah­men und wen­de­ten einen in mei­nen Augen unge­rech­ten Maß­stab an, der mich zu einem Wer­be-Mas­kott­chen für Aloe-Vera-Gesichts­mas­ken degra­dier­te. Dabei habe ich ganz schlech­te Haut!