Die Duisburger Filmwoche und Jugend ohne Film laden zum vierten Mal sieben Teilnehmer:innen zu einem Workshop ein, in dem das Schreiben über Dokumentarfilm im Fokus steht.
Bevor wir auf der Filmwoche (2. bis 8. November 2026) zusammenkommen, um Filme zu sehen, zu diskutieren und in besonderen Treffen mit Gästen in Austausch zu treten, werden wir von Anfang August bis Mitte Oktober in gemeinsamen Zoom-Sessions über Aspekte des filmkritischen Schreibens sprechen und diese in Schreibübungen erproben. Dabei entstehen Texte, die während des Festivals in einem gedruckten Zine erscheinen werden.
Die Duisburger Filmwoche, das Festival für Dokumentarfilme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, beschäftigt seit ihrer Gründung nicht nur das gemeinsame Schauen, sondern auch das Nachdenken, Reden und Schreiben über Dokumentarfilm. In Publikationen, dem Festivalkatalog, Essayreihen und nicht zuletzt in den Protokollen der Filmgespräche wird auch über das Festival hinaus über Dokumentarfilm nachgedacht.
Patrick Holzapfel von Jugend ohne Film wird den Workshop unterstützt von Bianca Jasmina Rauch und Lucas Barwenczik leiten. Jugend ohne Film vertritt ein Schreiben, das sich nicht an die Regeln journalistischer Arbeit halten muss. Stattdessen werden die Berührungspunkte von Filmkritik und Literatur, Lyrik und Essay, Bild- und Textcollagen, Notiz und Porträt erforscht. Darüber hinaus nähern wir uns auch dem Format des Podcasts und damit einer anderen Form der Filmkritik, die das Sprechen, Zuhören, Interviewen und spontane Reagieren in den Fokus rückt.
Im Workshop wählen die Teilnehmer:innen in Absprache mit Patrick und Bianca ein Thema, zu dem sie bis Mitte September schreiben. Außerdem wird an jedem Festivalabend eine Podcastfolge aufgenommen, die am Folgetag veröffentlicht wird.
Es geht uns darum, gemeinsam nachzudenken, zu fühlen, zu sprechen, zu streiten, zu schreiben, umzuschreiben. Auch wollen wir uns mit dem Festivalort auseinandersetzen und überlegen in welcher Form wir unsere (Duisburg-)Erfahrungen für andere erfahrbar machen können.
Akkreditierung und Unterkunft werden gestellt. Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro. Interessierte bewerben sich bitte bis zum 21. Juli 2026 an folgende Adresse: jugendohnefilm@gmail.com und beschreiben in 5 Sätzen, was es bedeutet, Bildern zu vertrauen.
Wir freuen uns über Interessierte jeder Altersgruppe und jeder Erfahrungsstufe. Wichtig sind uns eine Offenheit für freie Formen des Schreibens und die Lust, sich intensiv mit Film zu befassen.

