Die an Fil­me ange­leg­ten Scha­blo­nen las­sen sich nur schwer überwinden.

Das Spre­chen und Schrei­ben über Fil­me chan­giert zwi­schen Sprach­lo­sig­keit und Floskelhaftigkeit.

Oft bil­det man Mei­nun­gen, bevor man etwas versteht.

Die Mei­nung der Ande­ren ist einschüchternd.

Direk­ter Kon­flikt mit fil­mi­schen Posi­tio­nen wird durch nuan­cier­tes Den­ken ausgehebelt.

Für Begeis­te­rung braucht man zu oft Argumente. 

Nie­mand hat unschul­di­ge Augen und schon gar kei­ne unschul­di­ge Zunge.

Dis­kur­se ent­ste­hen, die nichts mit dem Film zu tun haben.

Auf Kri­tik folgt meist eine Kri­tik der Kritik.

Befind­lich­kei­ten wer­den nie ganz ausgespart.

Inmit­ten einer kri­ti­schen Debat­te: Marketingsprache.

Glei­che Argu­men­te kön­nen zu unter­schied­li­chen Schlüs­sen führen.

Die Erin­ne­rung an Bil­der trügt, aber alle behaup­ten, dass es so war, wie sie es sich vorstellen.

Wenn wer was nicht ver­steht, wird behaup­tet, dass der Film dar­an Schuld trage.

Alle ent­de­cken ihre eige­nen roten Fäden in einem Film, kei­ner führt aus dem Labyrinth. 

Begrif­fe schüt­zen vor Unsi­cher­heit, aber ver­stel­len auch die Wahrheit.

Die Doxa war­tet gelang­weilt auf Wider­spruch, um ihn anzu­grei­fen, sobald er erscheint.

Alle nut­zen die glei­chen Voka­beln, als wür­den alle das Glei­che sehen.

Es gibt kei­ne Neu­tra­li­tät, immer wird aus Sicht der Zu- oder Abnei­gung gesprochen.

Geschmack domi­niert das, was man eigent­lich sieht oder fühlt.

Vie­le an Fil­me gestell­ten Fra­gen glau­ben die Ant­wor­ten zu kennen. 

Eine Kennt­nis der Film­ge­schich­te wäre wich­tig, um die Poten­zia­le des Medi­ums zu erken­nen, aber kaum wer ist bereit, das anzuerkennen.

Fil­me wer­den nicht gese­hen, sie wer­den gele­sen, was fatal ist. 

Das Den­ken über Fil­me hat vie­le For­men, Dia­log bleibt schwierig.

Jeder Ver­such der Kom­mu­ni­ka­ti­on hilft dem eige­nen Den­ken, ver­wäs­sert es aber auch.

Das Ich ist hilf­los, aber alle beru­fen sich darauf.