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  • He only gets to sing “My Way“: Annette von Leos Carax

    Was ist nur aus der bana­len Wirk­lich­keit gewor­den? Besetzt von inne­ren Dämo­nen, freu­dia­ni­schen Phan­ta­sie­ge­bil­den und medi­en­kri­ti­schen Spie­gel­bil­dern hat sie sich zusam­men mit der für sie erfun­de­nen Struk­tur (ein Anfang, eine Mit­te, eine Ende, nicht unbe­dingt in die­ser Rei­hen­fol­ge) aus dem Kino ver­zo­gen. Leos Car­ax blüht in die­ser Umge­bung auf, denn…

  • Wörter für die Welt da draußen #7 Weißfleck-Widderchen

    Wie auf Gras­hal­men schla­fen­de Zebras, müde vom Tag und leicht beschwipst vom Hei­de­kraut, so erschie­nen mir tau­sen­de frisch­ge­schlüpf­te Bären­spin­ner bei ihrer Rast auf einem Wald­weg kurz bevor die Nacht begann. Ich durch­wan­der­te die gehei­me Schlaf­kam­mer der Weiß­fleck-Wid­der­chen nahe Dobr­inj auf Krk. Es roch nach Gebor­gen­heit und Majo­ran und weit ent­fernt…

  • Verschwundene Notizen zu Wolfgang Staudte

    Wenn ich ins Kino gehe, ist das Notiz­buch in der Regel ein treu­er Beglei­ter. Vor allem dann, wenn ich mehr als einen Film sehe. Gele­gent­lich sam­meln sich dar­in Tickets, die beim Auf­schla­gen immer aus den Sei­ten her­aus­zu­fal­len dro­hen. Die meis­te Zeit ruht es anteil­nahms­los in der Tasche unter dem Sitz­platz.…

  • To the Marrow: Powidoki by Andrzej Wajda

    Auto­no­my and resis­tance are cha­rac­te­ri­zed by vigour, dri­ve and ten­si­on in many of Andrzej Wajda’s films. His actors shout, dance and rush. They have no know­ledge of reli­ef, no break from this inten­si­ty: den­se humi­di­ty lies hea­vi­ly on them. Every move­ment requi­res a con­cen­tra­ted will, and once set in moti­on, a halt…

  • Three Slips in the Bad Lieutenant

    Abel Ferrara’s Bad Lieu­ten­ant beg­ins with a sta­tic shot show­ing a midd­le-aged man wal­king out of a semi-detached, brick house. He seems to have a hea­da­che; he hard­ly looks up and holds his head in his hands. Soon two boys break out of the house, run­ning a foot race to the car. One of them…

  • Notes on «Genèse» by Philippe Lesage

    Rewat­ching Phil­ip­pe Lesage’s Genè­se after two years, I was taught a few things: First­ly, that rewat­ches – no mat­ter the distance bet­ween first and second vie­wings – make one noti­ce when time qui­ckens. It qui­ckens, here, when reco­g­nisable songs sound dif­fe­rent. In Genè­se the­re are five of the­se songs: Aldous Har­ding – Ima­gi­ning…

  • Nachdenken über Fluchtweg nach Marseille

    Inge­mo Eng­ströms und Ger­hard Theu­rings Film ist viel­leicht einer die­ser Fil­me, der immer nur einem klei­nen ver­trau­ten Kreis Men­schen wirk­lich ein Begriff ist. Sie tei­len die Erfah­rung, die­sen einen Film gemein­sam in der Ver­gan­gen­heit gese­hen zu haben, der sich so sehr mit ihrer dama­li­gen eige­nen Gegen­wart ver­knüpft hat, dass er…

  • Notiz zu City Streets von Ruben Mamoulian

    Einer der schöns­ten Film­be­gin­ne: Rei­fen aus Asphalt, schäu­men­des Bier und dann ein Hut, der von der Strö­mung hin­fort­ge­ris­sen wird. Mehr muss man nicht sehen, um zu begrei­fen, dass es hier nicht mit rech­ten Din­gen zugeht. Dann die, die die­ser Welt flie­hen wol­len, es sind die schöns­ten Men­schen, weil es im…

  • Stadtschritte

    Eine unbe­kann­te Stadt durch­wan­dernd mer­ke ich: es ist die Stadt, die den Rhyth­mus der Schrit­te dik­tiert, sie am Kino vor­bei ihre Stra­ßen hin­un­ter­pumpt. Die Art mei­nes Gehens, mei­nes gehend Erfor­schens wird von ihr auf­ge­zwun­gen und unter­schei­det sich je nach Stadt. Unser Schritt kann nicht als Scha­blo­ne gel­ten, an unter­schied­li­chen Orten…

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