Blog:

  • Notiz zu In die Sonne schauen von Mascha Schilinski

    Auch am Land, sei es noch so flach und leer wie die Alt­mark, darf man Tie­fe fin­den, zumin­dest in Mascha Schi­lin­skis nun nicht mehr ganz so neu­en Film, der sei­ne Oscar-Nomi­nie­rung knapp ver­passt hat. Als Trost steht er aber wei­ter­hin auf ande­ren Lis­ten, zum Bei­spiel für den Preis des Ver­ban­des…

  • Ausschreibung Workshop «Von Filmen sprechen» 18.–21. März 2026 auf der Diagonale

    Die Dia­go­na­le – Fes­ti­val des öster­rei­chi­schen Films und Jugend ohne Film laden vier Teilnehmer*innen zu einem vier­tä­gi­gen Film­kri­tik-Work­shop nach Graz ein. Die Dia­go­na­le ver­steht sich als Forum für die Prä­sen­ta­ti­on und Dis­kus­si­on öster­rei­chi­scher Film­pro­duk­tio­nen. Ab dem 18. März ste­hen sie im Zen­trum der Auf­merk­sam­keit und wol­len gese­hen, beschrie­ben und dis­ku­tiert wer­den. In unse­rem Work­shop…

  • Lissabonner Kleinigkeiten: Dans le Métro

    »Ten­ha a bonda­de para de me auxi­li­ar por favor«, ist ein Satz, den man öfters in der Lis­sa­bon­ner Metro hört. Er kommt von blin­den Bett­lern, die Almo­sen sam­meln. Oft sieht man die­se Män­ner zunächst nicht, viel­mehr hört man sie kom­men. Sie schla­gen mit einem klei­nen Metall­schlä­gel gegen einen Zinn­be­cher und klop­fen…

  • Begegnungen in der Zeit: Zu den Filmen von Nora Sweeney

    Am Abend des 15. Janu­ar wur­den sechs Fil­me der US-ame­ri­ka­ni­schen Fil­me­ma­che­rin Nora Sweeney in einem sehr gut besuch­ten Öster­rei­chi­schen Film­mu­se­um gezeigt. Die Fil­me­ma­che­rin war vor Ort, um nach dem Scree­ning – alle Fil­me wur­den auf 16mm pro­ji­ziert – mit Fil­me­ma­che­rin Lisa Trutt­mann zu spre­chen. Trutt­mann hat­te Sweeney zusam­men mit den…

  • Währinger Kassiber: Der Versuch zu schmelzen

    Le bûcher a fon­du la nei­ge, liest du mir vor, als wir das schmel­zen­de Eis knis­tern hören vor unse­rem Fens­ter, an die­sem Win­ter­tag, der die alte Frau gegen­über zum ers­ten Mal seit Wochen dazu ver­lei­tet, ihre von aus den Löchern wach­sen­den Haa­ren bedeck­te Nase an die Luft zu stecken.  Das Schmel­zen…

  • Schwarz sehen (Etalagen VII)

    Zwi­schen zwei weiß lackier­ten Git­ter­flä­chen ist eine Schnur gespannt, an der sich drei bis zum Boden her­ab­hän­gen­de Fah­nen auf­rei­hen. Rechts die schwarz-weiß karier­te soge­nann­te Ziel­flag­ge. Links eine zur Hälf­te grün und zur ande­ren Hälf­te gelb gefärb­te Fah­ne, mit einem gewölb­ten, roten Mit­te­schrift­zug, ver­mut­lich eher Ball- als Motor­sport­be­zug. Die Drit­te Fah­ne…

  • Notizen zu Rocco e i suoi fratelli von Luchino Visconti

    Wenn die schöns­ten Men­schen die trau­rigs­ten Sze­nen spie­len, scheint es fast so, als hät­ten sie eine Seele. Dort wo das Opern­haf­te, aus allen melo­dra­ma­ti­schen Poren Schie­ßen­de für Geläch­ter im Publi­kum sorgt, droht das Kino bereits ver­lo­ren zu sein. Aber die­je­ni­gen, die von im künst­li­chen Licht glän­zen­den Trä­nen berührt wer­den, waren schon…

  • Listen 2025

    Außer­halb der Stadt gese­he­ne Füch­se: 1 In der Stadt gese­he­ne Füch­se: 2 Ange­leg­te Lis­ten: 3(Lis­te mit Gegen­stän­den ange­spül­ten Mülls an einer Mee­res­küs­te in der Kvar­ner Bucht, Lis­te mit Piz­ze­ri­en, die kein Bild von Sophia Loren an der Wand hän­gen haben, Lis­te ver­dräng­ter Gedanken) Tage, an denen ich nicht ein­schla­fen konn­te: 102 Tage, an…

  • Notiz zu The Philadelphia Story von George Cukor

    Im Rah­men der herr­lich non­cha­lant und im Sin­ne ihrer Namens­ge­ber durch­aus anar­chis­tisch zusam­men­ge­stell­ten Mar­xis­mus-Rei­he, die tra­di­tio­nell zwi­schen den Jah­ren das Werk der Marx-Brot­hers auf die Lein­wand des Öster­rei­chi­schen Film­mu­se­ums bringt, wur­de im Dia­log mit Ani­mal Cra­ckers Geor­ge Cukors kano­ni­sche Screw­ball­ro­man­ze The Phil­adel­phia Sto­ry auf einer 35mm-Kopie gezeigt. 85 Jah­re nach…

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