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  • Les statues meurent aussi: Bullfighter and the Lady von Budd Boetticher

    Wer melan­cho­lisch drein­schau­end und mit Zigar­re im ver­narb­ten Mund­win­kel, geschmückt in gol­den flim­mern­den Klei­dern, eini­ge töd­li­che Pirou­et­ten dreht, um sich dann gera­de­zu las­ziv und tri­um­phal vor einem ver­wirr­ten, tra­gisch dem Tod geweih­ten Stier hin­zu­knien im stau­bi­gen Sand einer ent­zück­ten Are­na, der ist nicht nur Mus­ter­ex­em­plar, der an Abar­tig­kei­ten so rei­chen…

  • Zwischen Trümmerrealismus und Restfleisch

    Eine Wan­de­rung vom ita­lie­ni­schen Nach­kriegs­film zum Kannibalenzyklus von Flo­ri­an Weigl Ein Text, der geschei­tert ist. Weil ich zu gut geblufft habe und unge­guckt einen Text ver­sprach, der ver­sucht die Land­schaf­ten des ita­lie­ni­schen Nach­kriegs­ki­nos und des Kan­ni­bal­en­zy­klus gegen­über­zu­stel­len. Nur gibt es bei letz­te­rem kei­ne Plu­ra­li­tät. Die Bil­der der Land­schaf­ten in den Nach­kriegs­fil­men…

  • Notiz zu Angels with Dirty Faces von Michael Curtiz

    In James Cagneys Kör­per sam­melt sich auch heu­te noch der auf­be­geh­ren­de Trotz, den man der unab­läs­si­gen Unge­rech­tig­keit der Welt ent­ge­gen­hal­ten müss­te. Mal ver­krampft, mal tän­ze­risch feu­ert sein Rocky, Gangs­ter mit ver­steck­tem Her­zen, aus allen ver­ba­len und metal­le­nen Roh­ren, die ihm zur Ver­fü­gung ste­hen. Wenn Cagney mit sei­nen Revol­vern feu­ert, sieht…

  • Duisburger Filmwoche 2022: Unrecht und Widerstand von Peter Nestler

    Der Film erzählt vom Unrecht, das den Sinti:zze und Rom:nja in der NS-Zeit wider­fah­ren ist und vom Unrecht, das ihnen bis heu­te wider­fährt. Lan­ge wur­den die Ver­bre­chen der Nazis gegen sie nicht aner­kannt, statt­des­sen wur­den und wer­den Sinti:zze und Rom:nja bis heu­te dis­kri­mi­niert. Der Film erzählt aber auch vom Wider­stand…

  • Duisburger Filmwoche 2022: EIGENTLICH EIGENTLICH JANUAR von Jan Peters

    Wenn ein Monat zu drei­en wird. Drei Minu­ten, manch­mal zu fünf. Und All­tag plötz­lich zum Film. Wie in einem Video­ta­ge­buch ver­sucht der Fil­me­ma­cher Jan Peters sei­nen per­sön lichen Janu­ar ana­log auf Super-8-Film ein­zu­fan­gen. Eine Struk­tur, die bedarf, gebro­chen zu wer­den. So fügen sich am Ende zwar 31 Film­aus­schnit­te zusam­men, jedoch…

  • Duisburger Filmwoche 2022: 5 Dreamers and a Horse von Vahagn Khachtryan

    Träu­me. Wer­den sie in Erfül­lung gehen oder zer­fal­len? Wäh­rend sich ein jun­ger Mann in einer abge­schie­de­nen Gegend Arme­ni­ens nach einer Part­ne­rin sehnt, kämp­fen am ande­ren Ende des Lan­des zwei jun­ge Frau­en für eine gen­der­ge­rech­te Zukunft. Die Fahr­stuhl­füh­re­rin hin­ge­gen träumt von den Sternen. Der Beginn des Fil­mes 5 DREAMERS AND A HORSE scheint…

  • Duisburger Filmwoche 2022: Aşk, Mark ve Ölüm von Cem Kaya

    Als tür­ki­sche Arbeitsmigrant:innen in den 1960er Jah­ren in die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land kom­men, wer­den sie für den Wohl­stands­er­halt gebraucht, aber von vie­len Bundesbürger:innen nicht gewollt. Um Aus­gren­zung und Heim­weh zu ent­flie­hen, ret­ten sich vie­le in die Kul­tur der Hei­mat und las­sen einen rie­si­gen tür­kisch­spra­chi­gen Musik­markt ent­ste­hen. Aşk, Mark ve Ölüm doku­men­tiert…

  • Duisburger Filmwoche 2022: Für die Vielen – Die Arbeiterkammer Wien von Constantin Wulff

    Die Wie­ner Arbei­ter­kam­mer ist eine geschäf­ti­ge Insti­tu­ti­on, selbst wenn die Coro­na-Pan­de­mie ihre Hal­len leert und die Men­schen in den Online­be­trieb zwingt. In, mit der Kame­ra beglei­te­ten, Bera­tungs­ge­sprä­chen offen­ba­ren sich die viel­fäl­ti­gen Pro­ble­me und Aus­beu­tungs­stra­te­gien am Arbeits­markt und zugleich die Arbeit einer Orga­ni­sa­ti­on, die all dem ent­ge­gen­wirkt und ver­sucht, für Gerech­tig­keit…

  • Welche Verantwortung tragen Filmschaffende gegenüber ihren filmischen Sujets?

    Eini­ge Über­le­gun­gen zur Moral bei der Her­an­ge­hens­wei­se doku­men­ta­ri­scher Film­ar­bei­ten und die dadurch ent­ste­hen­den Machtverhältnisse Duis­bur­ger Film­wo­che, 11.11.2022: Das Scree­ning zum Film Zusam­men­le­ben von Tho­mas Für­hap­ter beginnt und schon nach den ers­ten Minu­ten bemer­ke ich: irgend­et­was stimmt nicht. Der Film nimmt uns mit in die the­ma­ti­schen Inte­gra­ti­ons­kur­se der Stadt Wien, in…

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