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Everybody knows the world’s gone wrong
New York, Mitte Februar 2026 Zum ersten Mal, seit ich in New York bin, spaziere ich durch Williamsburg, über die teilweise für Autos gesperrte Berry Street und die Bedford Avenue mit ihren kleinen, teuren Boutiquen, Hundesalons und Fachgeschäften für Hot Sauce oder Gesichtsreinigungsprodukte. In Backsteingebäuden, viele davon ehemalige Fabrikgelände und jetzt…
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Post Olympic Dreams, pt.1
Text von Christoph Szalay Vorletzter Tag der Olympischen Spiele. Königsdisziplin. Erster Teil. 50 km Langlauf der Männer im klassischen Stil. Sonntag die Frauen zum Abschluss. Wie immer in den letzten zwei Wochen gehe ich davon aus, kein Bild zu bekommen oder wenn, nur auszugs- und ausnahmsweise. Für eine Residency bin ich…
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Die nostalgische Atemlosigkeit der rennenden Männer: Marty Supreme von Josh Safdie
Aus besseren Zeiten des US-amerikanischen Kinos bleiben zwei Männerfiguren in Erinnerung, beide sind sie auf der Flucht oder Jagd, jedenfalls in ständiger Bewegung.Der eine ist moralisch integer. Oftmals ist es ein Verbrecher mit einem guten Herzen, einer der beweist, dass an den dunkelsten Orten die größte Güte herrscht. Er hält…
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Zwischen den New Yorker Boroughs
Die schönsten New Yorker U‑Bahn-Momente finden dazwischen statt. Zwischen Brooklyn und Manhattan, beim Durchwandern zwischen den Waggons, wenn die wachsende Skyline über dem East River aufleuchtet und der J‑Train die im Stau stehenden Autos überholt. In kurzen zwischenmenschlichen Interaktionen, wenn jemand vom Handy auf und um sich blickt – „Love…
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Auf der Höhe der Zeit
Text: Philipp Stadelmaier Müsste man die Zeit in Thomas Manns Zauberberg zu einem Punkt verdichten, wäre dies die Spitze eines Bleistifts. Auf einer Fastnachtsfeier im Sanatorium Berghof hoch auf den Schweizer Alpen präsentiert Madame Chauchat das Schreibgerät ihrem Verehrer Hans Castorp. Seit Monaten schwer verliebt und momentan kreidebleich unternimmt dieser,…
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Skeptische Gedanken
Dass Filme abgelehnt werden, gehört zum Kino, so sehr wie das Verstummen und Verschwinden. Vergangene Woche konnte man im Wiener Celeste bei einer ersten klandestinen Veranstaltung mit dem Namen Rejected Films einige solcher Filme sehen. Es handelt sich um den Versuch eines losen Verbunds einiger Filmemacher, von diversen Festivals abgelehnte…
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Walking in Nashville
Der Südosten der Vereinigten Staaten bemüht sich nicht um Spaziergänger*innen. Nicht die Landstriche und Verbindungen zwischen urbanen Zentren meine ich damit, sondern eigentlich erst mal nur Nashville, Tennessee. Das Athens of the South präsentiert sich zwar scheinbar einladend mit genügend Gehwegen, aber diese sind mehr fürs Überqueren als zum Entlangspazieren…
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Notiz zu Warum ist nicht schon alles verschwunden von Stefan Koutzev
Text: Anton Schroeder „Wenn ich von der Zeit spreche, dann deshalb, weil sie noch nicht ist.Wenn ich von einem Ort spreche, dann deshalb, weil er verschwunden ist.Wenn ich von einem Menschen spreche, dann deshalb, weil er schon tot ist.Wenn ich von der Zeit spreche, dann deshalb, weil sie schon nicht…




