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  • Gegenstandloses Sehen: Die Mörder sind unter uns von Wolfgang Staudte

    I Die Bil­der sind bereits bekannt. Sie sind wie aus dem Gedächt­nis ent­sprun­gen. Sobald man sie sieht, fängt man an, sich an ähn­li­che Bil­der, die man bereits gese­hen hat, zu erin­nern, statt die Bil­der, die auf der Lein­wand erschei­nen, neu zu entdecken. Ber­lin 1945 nach der Kapi­tu­la­ti­on. Eine Trüm­mer­stadt. Zer­brö­ckel­te…

  • A Case of Suffering: Mon Cas by Manoel De Oliveira

    Life is full of suf­fe­ring. This is a cli­ché on account of it being so true. Stay­ing hung up on your pro­blems won’t get you any­whe­re. The ques­ti­on is how you deal with them. And yet the­re is some­thing cathar­tic about not doing any­thing to sol­ve them and just com­plai­ning to…

  • Glimpses at DANCING

    PATRICK HOLZAPFEL: Only the slow ones oder zumin­dest so wie Gré­go­i­re Colin in US Go Home, das heißt so, dass man sich allein und frei wähnt (sich selbst vergessen).  Agnès Godard ist die bes­te Kame­ra­frau, wenn es ums Tan­zen geht, ich weiß es. Ich glau­be, dass sie ver­stan­den hat, dass…

  • Driven through the day by sound – On Krešimir Golik’s Od 3 do 22

    Agnès Varda’s Cléo de 5 à 7 fol­lows a woman in real-time, show­ing her psy­cho­lo­gi­cal trans­for­ma­ti­on as she faces the pos­si­bi­li­ty of having can­cer. One and a half hours of Cléo’s shif­ting ide­as about hers­elf, reflec­tions on her past life, flowing self-inter­pre­ta­ti­ons, relent­less out­bursts of mono­lo­gues, hea­ted dia­lo­gues, and high­ly expres­si­ve images accom­pa­ny…

  • Alles nur Geschwätz: I Basilischi von Lina Wertmüller

    Schlei­chend bewe­gen sich die Bil­der in Lina Wert­mül­lers Erst­lings­werk I Basi­li­schi. Immer und immer wie­der ver­folgt die Kame­ra den trä­gen Gang der drei männ­li­chen Prot­ago­nis­ten Anto­nio (Anto­nio Petruz­zi), Fran­ces­co (Ste­fa­no Sat­ta Flo­res) und Ser­gio (Ser­gio Fer­ra­ni­no) durch die engen, laby­rinth­ar­ti­gen Gas­sen des Dor­fes, in dem die­se auf­ge­wach­sen sind. An jeder Ecke…

  • Wörter für die Welt da draußen #8 Blauflügel-Prachtlibelle

    Ich hät­te die­sen unwirk­lich in der Luft schwe­ben­den Blau­flüg­lern Stun­den zuse­hen kön­nen und doch hät­ten sie mich getäuscht. So ist das mit der Schön­heit, sie hat schon man­chem Grau­en eine selt­sa­me Anmut ver­lie­hen und irr­lich­ternd all jene ver­führt, die es hät­ten bes­ser wis­sen müs­sen. Oft­mals beschreibt das Wort „schön“ ja…

  • Notizen zu Il Buco

    Nach über zehn Jah­ren stellt Michel­an­ge­lo Framm­ar­ti­no einen neu­en Lang­film vor. Er schim­mert mit einer schnör­kel­lo­sen Klar­heit, als wäre der Film aus der Hand eines Kar­to­gra­fen geschaf­fen. Doch je tie­fer man sich in ihn begibt, umso deut­li­cher wird ein Wider­spruch erkenn­bar, wor­in sich der Film für einen Moment über sich…

  • Glimpses at THE SKY

    DAVID PERRIN: Die Erin­ne­rung an einem spä­ten Abend vor mehr als zehn Jah­ren, als ich Der Him­mel über Ber­lin in einem Kino zum ers­ten Mal sah. Wie die Kame­ra durch den Him­mel über die geteil­te Stadt streift, schwenkt und fliegt und danach, als ich zwei Stun­den spä­ter wie­der auf den nächt­li­chen,…

  • House of Hamaguchi

    Eigent­lich ist es banal. Das Leben ist eine kom­pli­zier­te Sache. Im Kino spürt man das aber sel­ten. Da herr­schen ande­re Geset­ze. Da wird ver­ein­facht und gelo­gen. Nicht so bei Ryû­suke Hama­guchi. Bei ihm spürt man das Gewicht der Welt. Man begreift die Wider­sprü­che von Hand­lun­gen und Nicht-Hand­lun­gen. Man erahnt die…

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