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  • Menschen in Duisburg

    Im Rah­men unse­res Work­shops auf der 49. Duis­bur­ger Film­wo­che spa­zier­ten wir durch die Stadt. Wir tra­fen auf Men­schen weit weg vom Kino. Die Teil­neh­men­den berich­ten hier von Begeg­nun­gen und Gedan­ken zwi­schen der soge­nann­ten Wirk­lich­keit und den Fil­men, die in ihr existieren. Komplementärasphalt (Nele Kaiser) Eigent­lich woll­te ich über den Obdach­lo­sen…

  • Duisburger Restaurantführer

    Der Hun­ger gehört zu einer der Unan­nehm­lich­kei­ten auf Film­fes­ti­vals. Wäh­rend man ihn am frü­hen Vor­mit­tag nach einem knap­pen Früh­stück selbst zum ers­ten Mal ver­spürt, fragt man sich, ob es den ande­ren wohl ähn­lich ergeht. Ein leich­ter Schwin­del macht sich breit. Dann aber: Ziga­ret­ten und Kaf­fee kön­nen das Gefühl lin­dern, zumin­dest…

  • Boston Things: Europäische Arroganz

    K. führt mich durch Inman Squa­re, ein paar Blocks die Cam­bridge Street ent­lang, vor­bei an eini­gen Bars mit gut gefüll­ten Tischen. Ich blinz­le durch die ange­lau­fe­nen Schei­ben, aber K. scheint sowie­so einen ande­ren Ort anzu­vi­sie­ren. Es nie­selt wie­der, obwohl hier meis­tens die Son­ne scheint. Wir bie­gen ziel­stre­big in eine klei­ne­re…

  • Hast du das erfunden oder ist es wirklich geschehen?

    es war nur etwas, das geschahviel­leicht geschah, viel­leicht auch nichtso wie wenn das lichthier­hin oder dort­hin fälltoder du etwas sagst,von dem du nicht weißt,war­umund war­um nichtund war­um nicht andersund war­um jetzt jemand sagt dir, dass du nach rechts gehen sollstoder lachenoder dass du auf kei­nen falldie­sen satz sagen sollst,aber du fühlst…

  • Boston Things: American Dreams

    Die USA sind bekannt dafür, Din­ge groß zu machen. Milch- und Snack­pa­ckun­gen, Broad­ways, Enter­tain­ment, Schön­heits-OPs, aber auch Imma­te­ri­el­les, die gro­ßen Nar­ra­ti­ve, die in die gan­ze Welt schrei­en. Nicht nur die Mär vom Ame­ri­can Dream, auch All Hal­lows’ Eve ist so eines. Man sagt, die iri­schen Kolonialist*innen und Ein­wan­dern­den hät­ten ihre…

  • What if I film my way out of here?

    Text: Luk Polleit Zum Anfang mei­ner Ober­schul­zeit stritt ich gele­gent­lich über Erin­ne­run­gen. Für mich war es das Alter, in dem ich das ers­te Mal zurück­blick­te. Nicht bloß auf das letz­te Tref­fen, son­dern auf eine von mei­nem jet­zi­gen Ich son­der­bar abge­trenn­te Zeit, die den­noch zu mir gehör­te. Meist stritt ich mit…

  • Pasolinis Einverleibungen

    Accat­to­ne: Ein Tel­ler Pas­ta, gestoh­len von den Freun­den. Lee­rer Bauch schärft die Auf­merk­sam­keit und macht trotz­dem trä­ge. Spä­ter am Tiber ein genuss­vol­ler Blick hoch zur Brü­cke. Ging es am Ende um ein Stück Schin­ken? Für ein Bild vom Essen bleibt kei­ne Zeit und noch weni­ger Mate­ri­al, allen­falls ein Tel­ler­rand am…

  • Viennale 2025: Viennoiserien

    Es ist nicht schwer zwei Fil­me wie כן! (Ken) von Nadav Lapid und صوت هند رجب (The Voice of Hind Rajab) von Kaou­ther Ben Hania ein­an­der gegen­über­zu­stel­len. Bei­de Fil­me eint ihre bedrü­cken­de Ohn­macht gegen­über der Wirk­lich­keit und zugleich unter­schei­den sie sich kaum deut­li­cher bei der Wahl ihrer Mit­tel. Wäh­rend Hania…

  • Lissabonner Kleinigkeiten: Tradition der Vertreibung

    Es wird wie­der gebohrt. Die Stadt, das Land, eine ein­zi­ge Bau­stel­le. Die Fei­ra Popu­lar, ein abge­ris­se­ner Ver­gnü­gungs­park mit­ten in Lis­sa­bon, ist seit drei Jah­ren ein Bau­loch, eine neue, bes­se­re Stadt ange­kün­digt. Kul­tur­ver­ei­ne wie die Zona Fran­ca wer­den aus ihren Räum­lich­kei­ten gedrängt. Der Vor­wand: Fort­schritt. Zu laut für die Nach­bar­schaft. Die…

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